Senegal fordert Korruptionsermittlungen nach Aberkennung des Afrika-Cup-Titels
Senegal fordert Korruptionsermittlungen nach Afrika-Cup-Aberkennung

Senegal fordert Korruptionsermittlungen gegen Caf nach umstrittener Afrika-Cup-Entscheidung

Die Regierung des Senegal hat nach der Aberkennung des Afrika-Cup-Titels umfassende Korruptionsermittlungen gegen den afrikanischen Fußballverband Caf gefordert. Die Entscheidung des Caf-Berufungsgerichts, das ursprünglich mit 1:0 gewonnene Endspiel gegen Marokko nachträglich mit 3:0 für den Gastgeber zu werten, hat in dem westafrikanischen Land zu massiver Empörung geführt.

Regierungssprecherin kritisiert "ungerechtfertigte Enteignung"

Regierungssprecherin Marie Faye erklärte in einer offiziellen Stellungnahme aus Dakar: "Der Senegal kann nicht akzeptieren, dass eine Verwaltungsentscheidung Engagement, Verdienst und sportliche Spitzenleistungen zunichtemacht." Sie betonte weiter: "Der Senegal lehnt diesen Versuch einer ungerechtfertigten Enteignung unmissverständlich ab und fordert die Einleitung einer unabhängigen internationalen Untersuchung wegen des Verdachts auf Korruption innerhalb der Führungsgremien der Caf."

Die Entscheidung des Berufungsgerichts erfolgte zwei Monate nach dem von Tumulten geprägten Endspiel, bei dem es auf und neben dem Platz zu erheblichen Unruhen gekommen war. Das Gericht begründete seine Entscheidung mit einer Regelung des Afrika Cups, wonach das senegalesische Team durch das Verlassen des Platzes aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung gegen Ende der regulären Spielzeit die Partie aufgegeben habe.

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Senegal kündigt umfassende rechtliche Schritte an

Die senegalesische Regierung kündigte an, alle verfügbaren Rechtsmittel auszuschöpfen, um die Wiederherstellung des sportlichen Ergebnisses zu erreichen. In der offiziellen Erklärung heißt es: "Das Land wird alle geeigneten Rechtsmittel ausschöpfen, einschließlich vor den zuständigen internationalen Gerichtsinstanzen."

Welche konkreten Schritte die Regierung plant, wurde nicht detailliert mitgeteilt. Allerdings hatte der senegalesische Fußball-Verband bereits zuvor angekündigt, nach der Aberkennung des Afrika-Cup-Titels vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas zu ziehen.

Untersuchung soll über Endspiel hinausgehen

Die von Senegal geforderte Untersuchung soll weit über das umstrittene Endspiel hinausgehen und mögliche strukturelle Probleme innerhalb des afrikanischen Fußballverbands aufdecken. Die Regierung betonte, dass es nicht nur um die Wiederherstellung des sportlichen Ergebnisses gehe, sondern um grundlegende Fragen der Integrität und Fairness im afrikanischen Fußball.

Die Entwicklung stellt einen der schwerwiegendsten Konflikte in der jüngeren Geschichte des afrikanischen Fußballs dar und könnte langfristige Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit des Kontinentalverbands haben. Die internationale Fußballgemeinschaft verfolgt die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, da der Fall grundsätzliche Fragen zur Unabhängigkeit von Sportgerichten und zur Transparenz von Sportverbänden aufwirft.

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