Spaniens Fußballverband verurteilt antimuslimische Gesänge bei Testspiel
Spanien verurteilt antimuslimische Gesänge bei Ägypten-Test

Spaniens Fußballverband verurteilt antimuslimische Gesänge bei Testspiel

Der spanische Fußballverband (RFEF) und Nationaltrainer Luis de la Fuente haben antimuslimische Sprechchöre im Zuge des Testspiels gegen Ägypten scharf verurteilt. Beim Test gegen Ägypten hatten Fans am Dienstag im RCDE-Stadion in Barcelona den Gegner verunglimpft und die gegnerische Hymne ausgebuht.

Verurteilung durch Verband und Trainer

Medienberichten zufolge sangen die Anhänger während der ersten Halbzeit herabwürdigende Parolen. Die Gesänge lauteten: „bote, bote, bote musulman el que no bote“, was übersetzt bedeutet: „Spring, Spring, Spring, wer nicht springt, ist ein Muslim“. Der Stadionsprecher forderte die Fans daraufhin mehrmals auf, die Äußerungen zu unterlassen.

Rafael Louzan, Präsident des spanischen Verbands, sagte in einem Statement: „Wir haben diese Art von Verhalten verurteilt und deutlich gemacht, dass sich so etwas nicht wiederholen darf.“ Er bezeichnete es als „einzelne, isolierte Vorfälle“.

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Kritik von Nationaltrainer de la Fuente

Auch Nationaltrainer Luis de la Fuente kritisierte das Verhalten eines Teils der 35.000 Zuschauer scharf. „Das ist unerträglich. Gewalttätige Menschen nutzen den Fußball, um sich einen Platz zu verschaffen“, so der 64-Jährige. Er fügte an: „Sie müssen aus der Gesellschaft entfernt, identifiziert und so weit wie möglich ferngehalten werden.“

Hintergrund des Spiels

Das Spiel war wegen des Krieges im Nahen Osten ursprünglich in Katar geplant, wurde jedoch nach Barcelona verlegt. Es diente als Vorbereitung auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada, die vom 11. Juni bis 19. Juli stattfindet. Spanien trifft in der Gruppe H auf Uruguay, Saudi-Arabien und Neuling Kap Verde. Ägypten bekommt es in der Staffel G mit Belgien, Iran und Neuseeland zu tun.

Die Vorfälle haben eine breite Diskussion über Rassismus und Diskriminierung im Fußball ausgelöst. Der RFEF betonte, dass solche Vorkommnisse nicht toleriert werden und Maßnahmen zur Prävention ergriffen werden sollen.

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