Halbzeit-Video-Analyse bringt Wende: St. Pauli beendet Werder-Fluch nach 49 Jahren
St. Pauli beendet Werder-Fluch dank Halbzeit-Video

Halbzeit-Video-Analyse bringt Wende: St. Pauli beendet Werder-Fluch nach 49 Jahren

St. Paulis Trainer Alexander Blessin (52) zeigte sich nach dem 2:1-Erfolg gegen Werder Bremen nur mit der zweiten Spielhälfte wirklich zufrieden. Der Sieg im Krisen-Derby rückt den Kiez-Klub von einem direkten Abstiegsplatz weg und schafft wieder Tuchfühlung zu den vorderen Rängen.

„Wir sind für den Moment froh. Es waren wichtige drei Punkte. Aber die Saison ist noch lang. Wir haben noch einiges vor uns“, kommentierte Blessin den hart erkämpften Erfolg. Besonders kritisch sah der Coach die erste Halbzeit gegen den Keller-Nachbarn: „Da haben wir es nicht gut verteidigt. Da geht es um Überzeugung, um Mut.“

Zwei eklatante Szenen als Wendepunkt

Die entscheidende Wende brachte die Halbzeitpause. Blessin erklärte: „Wir haben zwei Szenen gezeigt, wo es eklatant war. Wo wir von den Halbverteidigern so tief standen.“ Die Videoanalyse offenbarte gravierende Defensivprobleme: „Hauke Wahl ist zwar nachgerückt, aber das bringt ja nix. Die Kette muss komplett nachschieben. Dann sind wir näher dran und können auch Zweikämpfe gewinnen.“

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Diese taktische Korrektur zeigte in der zweiten Hälfte sofort Wirkung. Bereits nach 30 Minuten hatte Blessin erste Anpassungen am Spielfeldrand vorgenommen, doch erst die Halbzeit-Besprechung mit der Videoanalyse brachte den Durchbruch. Werder Bremen hätte zur Pause bereits führen können – die größte Chance für die Bremer hatte Stage in der 32. Minute.

Dramatischer Spielverlauf mit Tor-Premiere

Nach der Pause entwickelte sich ein packendes Duell. Bei Wahls Kopfball zum 1:0 in der 55. Minute benötigten die Kiezkicker noch die Mithilfe von Werder-Keeper Backhaus. Auf der anderen Seite sah St. Paulis Torhüter Niko Vasilj beim Ausgleich durch Milosevic in der 62. Minute schlecht aus.

Der Siegtreffer fiel in der 70. Minute: Joel Fujita traf flach ins linke Eck und bescherte St. Pauli den Dreier. „Es freut mich außerordentlich für Joel, der dann auch mal das Tor trifft und nicht daran vorbeischießt“, sagte Blessin über Fujitas Tor-Premiere. Der Japaner hatte in dieser Saison bereits mehrfach die nötige Präzision vermissen lassen.

Historischer Sieg nach fast fünf Jahrzehnten

Mit diesem 2:1-Erfolg beendete St. Pauli eine wahre Horror-Serie gegen Werder Bremen in der Bundesliga. Seit dem ersten Duell im August 1977, das St. Pauli mit 3:1 gewonnen hatte, war dem Kiez-Klub kein weiterer Sieg mehr gegen die Bremer gelungen – stattdessen gab es 13 Niederlagen und fünf Unentschieden.

Blessin resümierte: „Nicht nur wegen der Tore hatte man in der zweiten Halbzeit ein besseres Gefühl. Deswegen war ich da auch zufrieden mit unserem Spiel.“ Die präzise Halbzeit-Videoanalyse mit den zwei eklatanten Defensivszenen erwies sich als Schlüssel zum lang ersehnten Derby-Erfolg.

Der Sieg gibt St. Pauli nicht nur drei wichtige Punkte im Abstiegskampf, sondern auch psychologischen Auftrieb. Nach 49 Jahren ohne Bundesliga-Sieg gegen Werder Bremen hat der Kiez-Klub endlich den Bann gebrochen und beweist damit die Wirksamkeit moderner Videoanalyse im Profifußball.

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