St. Pauli erwartet harte Prüfung bei Union Berlin am Ostersonntag
Für den FC St. Pauli beginnt die entscheidende Phase im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Das erste von sieben Endspielen findet am Ostersonntag (15.30 Uhr, DAZN) beim 1. FC Union Berlin statt. Trainer Alexander Blessin (52) erwartet dabei keine leichte Aufgabe. „Union ist für uns kein Überraschungs-Ei, aber ein extrem unbequemer Gegner“, betont der Coach im Vorfeld der Partie.
Blessin warnt vor Standardsituationen der Berliner
Die Spielweise der Berliner ist dem St. Pauli-Trainer bestens bekannt. „Wir wissen, was da rauskommt. Sie konzentrieren sich extrem auf ihre Standards und Einwürfe. Und darauf, dass sie die auch kriegen. Da müssen wir hellwach sein“, erklärt Blessin. Beim 0:1 im Hinspiel entwickelte sich das Gegentor aus genau einer solchen Unachtsamkeit. Der Trainer warnt zudem vor langen Bällen und Ping-Pong-Situationen, die ein hohes Frustrationslevel verursachen können.
Personelle Situation bei St. Pauli
Torhüter Nikola Vasilj (29) kehrte nach erfolgreicher WM-Qualifikation mit Bosnien-Herzegowina (5:2 n.E. gegen Italien) zurück und wurde von der Mannschaft mit tosendem Applaus empfangen. „Es war richtig laut“, berichtet Blessin. Über die Feier in der Heimat sagte er: „Es ging für ihn nach der Partie ein bisschen länger und war feucht-fröhlich. Aber er sollte das auch genießen. Wir spielen erst Sonntag. Bis dahin ist er voll fit.“
Positiv ist auch die Nachricht von Linksverteidiger Lars Ritzka, der trotz eines Eingriffs an der Schulter einsatzbereit ist. Stürmer Andréas Hountondji hat seinen Haarriss am Fuß überwunden und ist wieder eine Option für die Startelf. „Was die Fitness angeht, habe ich keine Bedenken, ihn von Anfang an zu bringen“, so Blessin. Allerdings verpasste der Angreifer zwei Trainingseinheiten aus privaten Gründen.
Nicht dabei sein können Eric Smith (Wade), Manolis Saliakas (Oberschenkel) und Tomoya Ando (Adduktoren). Sie sind frühestens nächste Woche im Spiel gegen Bayern München zurück im Kader.
Blessin muss auf Gelbe Karten achten
Der St. Pauli-Trainer selbst steht unter besonderer Beobachtung. Mit drei Gelben Karten bisher wäre er bei der nächsten Verwarnung für eine Bundesliga-Partie gesperrt. „Meine Frau hat schon gesagt, ich bin aggressiver im Tonfall“, gesteht Blessin scherzhaft. Dennoch macht er sich keine Sorgen: „Ich werde öfter innehalten und zur Wasserflasche greifen. Ich habe mich da unter Kontrolle und werde diese Hürde nehmen.“
Das Ostersonntagsspiel in Berlin markiert den Auftakt zur heißen Phase für St. Pauli. Sieben Partien entscheiden über den Verbleib in der Bundesliga, und gegen Union Berlin erwartet das Team aus Hamburg keine Geschenke.



