St. Pauli-Kapitän Irvine schlägt Alarm: „Wir sahen aus wie das softe Team von früher“
St. Pauli-Kapitän Irvine schlägt Alarm nach Softie-Rückfall

St. Pauli-Kapitän Irvine schlägt Alarm: „Wir sahen aus wie das softe Team von früher“

Die 0:2-Niederlage beim direkten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach hat den FC St. Pauli im Abstiegskampf der Bundesliga schwer getroffen. Besonders schmerzhaft: Die Hamburger waren spielerisch nicht unterlegen, zeigten aber deutlich weniger Konsequenz als der Gegner. Während Trainer Alexander Blessin (52) in seiner Analyse noch milde Töne fand, ließ Kapitän Jackson Irvine (33) kein gutes Haar an der Leistung seiner Mannschaft.

Irvines deutliche Worte nach dem Gladbach-Debakel

„Was mich am meisten ärgert: Wir sahen aus wie dieses softe Team, das wir vor Monaten waren“, kritisierte der australische Mittelfeldspieler unmittelbar nach dem Spiel. „Ich dachte, wir sind raus aus dieser Phase.“ Irvine bezog sich damit auf die katastrophale Hinrunde, in der St. Pauli neun Bundesliga-Niederlagen in Serie hinnehmen musste.

In den Wochen vor dem Gladbach-Spiel hatte sich die Mannschaft stabilisiert und sieben wichtige Punkte gegen Werder Bremen, TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt erkämpft. Doch in Mönchengladbach kehrten die alten Probleme zurück: „Wir waren nicht das Team der vergangenen Spiele. Wir sahen nicht energiegeladen aus, nicht nach guter Körpersprache“, analysierte Irvine schonungslos.

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Mangelnde Leidenschaft und fehlende Torgefahr

Der Kapitän benannte konkret, was seiner Meinung nach gefehlt hat: „Es fehlte an Leidenschaft, an Konzentration, an Überzeugung. Das war wirklich schlecht und enttäuschend.“ Sein ernüchterndes Fazit: „Wir hätten am Ende vier oder fünf kriegen können.“

Diese Einschätzung teilte auch Innenverteidiger Hauke Wahl (31), der die mangelnde Effektivität im Angriffsspiel kritisierte: „Ich fand uns im letzten Drittel viel zu kompliziert. Wir wollten lieber den schönen Pass spielen, als einfach außen herum zu verlagern und zu flanken.“

Ein Beispiel für diese Ineffizienz war die Großchance von Joel Fujita in der 27. Minute. Wie der Japaner vergab, passte perfekt zu Irvines Diagnose eines Softie-Rückfalls. St. Pauli strahlte an diesem Abend fast null Torgefahr aus, obwohl Gladbach selbst nicht in Bestform war.

Wahl: „Zu viel Licht und Schatten“

Weder Kapitän Irvine noch Abwehrchef Wahl sparten sich bei der Selbstkritik aus. Wahl räumte ein: „Wir hatten immer wieder gute Momente, aber auch immer wieder sehr schwache Fehlpässe, da nehme ich mich nicht raus. Das war einfach zu viel Licht und Schatten.“

Trotz der enttäuschenden Leistung zeigte der Verteidiger Zuversicht für die kommenden Aufgaben: „Wir lagen in dieser Saison schon oft auf dem Boden und sind immer wieder aufgestanden. Das werden wir jetzt auch machen.“ Nächste Gelegenheit zur Rehabilitation bietet das Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr, DAZN) gegen den SC Freiburg.

Warnung vor dem Freiburg-Spiel

Kapitän Irvine warnte bereits vor der nächsten Herausforderung: „Wenn wir da nicht stark in den Zweikämpfen sind und präsent auf dem Platz, wird es ein harter Tag.“ Die Worte des Australiers machen deutlich, dass St. Pauli die Lehren aus dem Gladbach-Debakel schnell umsetzen muss, um nicht erneut in den Abstiegssog zu geraten.

Die Kritik von Irvine und Wahl zeigt, dass im Millerntor-Stadion die Alarmglocken schrillen. Nach der mühsam erkämpften Stabilisierung droht St. Pauli nun ein Rückfall in alte Muster – genau das, was der Kapitän befürchtet hatte.

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