St. Pauli zeigt Mut vor Bayern-Duell
Wenn der FC Bayern München als Tabellenführer am Samstag (18.30 Uhr, Sky) zum Bundesliga-Spiel am Millerntor antritt, rechnet kaum jemand mit Punkten für den FC St. Pauli. Doch die Kiezkicker und ihr Trainer Alexander Blessin (52) zeigen sich ungewöhnlich zuversichtlich vor dem Spitzenspiel.
Blessin: "Wir werden Lösungen suchen"
"Wir haben es die letzten drei Spiele nicht so schlecht gemacht. Die geben mir Mut", erklärt der St. Pauli-Trainer im Vorfeld der Partie. Seit der Bundesliga-Rückkehr 2024 konnten die Hamburger die Münchner in allen Aufeinandertreffen zumindest ärgern, auch wenn drei knappe Niederlagen die Bilanz prägen.
Blessin konkretisiert seine Erwartungen: "Wir werden Lösungen suchen, um gegen Bayern wieder eine gute Leistung zu bringen. Und diesmal hoffentlich mit was Zählbarem." Damit gibt der 52-Jährige den Weg vor - am Samstag will St. Pauli die Bayern richtig unter Druck setzen und mindestens ein Unentschieden erreichen.
Enge Spiele in der Vergangenheit
Die Statistik gibt den Hamburgern Grund zur Hoffnung. In der Vorsaison benötigte der Rekordmeister am Millerntor einen genialen Abschluss von Jamal Musiala zum knappen 1:0-Sieg. Auch in den Auswärtsspielen hielt St. Pauli die Partien stets eng: Einem 2:3 folgte in dieser Spielzeit ein 1:3, bei dem es bis in die Nachspielzeit 1:1 stand, bevor die Bayern in der 93. und 96. Minute doppelt zuschlugen.
Dieses Schicksal ereilte zuletzt auch den SC Freiburg (2:3), während andere Bundesligisten gegen die Münchner deutlich härter bestraft wurden: Stuttgart (0:5), Leipzig (1:5), Heidenheim (0:4), Hoffenheim und Köln (1:4).
Personalsituation entspannt sich
"Du kannst auf der einen Seite immer unter die Räder kommen", räumt Blessin ein, doch seine Zuversicht bleibt ungebrochen. Die Personalsituation bei St. Pauli entspannt sich zum Bayern-Spiel weiter.
Linksverteidiger Lars Ritzka (27) saß nach seinem Schultereingriff bereits beim 1:1 gegen Union Berlin auf der Bank. Bei Abwehrchef Eric Smith (29) sieht es ebenfalls gut aus - der Schwede, der mit einer Wadeverletzung frühzeitig von der Nationalmannschaft abgereist war und in Berlin fehlte, könnte zurückkehren.
"Eric hat ein gutes Gefühl gehabt. Und er kennt seinen Körper ganz gut. Die Option ist da, ohne dass ich jetzt eine Glaskugel habe", erklärt Blessin zur Fitness des Defensivspielers.
Weitere Rückkehrer in Sicht
Auch Innenverteidiger Tomoya Ando (27/Adduktoren) und Rechtsverteidiger Manolis Saliakas (29/Oberschenkel) stehen vor der Rückkehr ins Team. Im Mittelfeld bietet Connor Metcalfe (26) eine Startelf-Alternative für den gelb-rot-gesperrten Jackson Irvine (33).
Egal welche Spieler letztlich zur Verfügung stehen, die Devise von Trainer Blessin bleibt klar: "Dann müssen wir halt was basteln." Das Ziel ist eindeutig - die Bayern München am Samstag am Millerntor nach Kräften ärgern und endlich Punkte gegen den Rekordmeister holen.



