St. Pauli setzt auf Hountondji: Comeback nach langer Verletzungspause
Nach 82 Tagen Verletzungspause feierte Andréas Hountondji sein lang erwartetes Comeback für den FC St. Pauli. Der 23-jährige Leihstürmer vom FC Burnley wurde beim Spiel in Gladbach eingewechselt, konnte die 0:2-Niederlage jedoch nicht mehr verhindern. Trotz der enttäuschenden Gesamtleistung der Mannschaft markiert seine Rückkehr einen wichtigen Schritt für die Kiez-Kicker.
Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf
Hountondjis Comeback kommt zur rechten Zeit für St. Pauli, das dringend Verstärkung in der Offensive benötigt. In Gladbach gelang der Mannschaft nur eine Großchance durch Joel Chima Fujita. Der Franzose, der an einem Haarriss im Sprunggelenk laborierte, zeigte in seinen 28 Minuten Einsatzzeit bereits Ansätze der körperlichen Präsenz und Dynamik, die Trainer Alexander Blessin schätzt.
„Andréas hatte eine lange Leidenszeit“, erklärte der 52-jährige Trainer. „Er bringt körperliche Präsenz, macht uns flexibler und bringt Dynamik und Speed mit. Ich hoffe, dass er sich möglichst schnell über Spielminuten wieder ins Team kämpft.“
Vorsichtiger Aufbau für wichtige Spiele
Blessin plant jedoch vorsichtig mit seinem Stürmer. Eine sofortige Nominierung für die Startelf gegen Freiburg am 22. März hält er für verfrüht. Stattdessen soll Hountondji durch gezielte Trainingseinheiten schrittweise an seine volle Leistungsfähigkeit herangeführt werden.
Der Trainer betonte: „Deshalb wollen wir ihn durch die Trainingseinheiten so schnell wie möglich wieder reinbringen. Er kann uns sehr, sehr viel geben. Deswegen auch die Entscheidung, ihn mit Spielminuten möglichst schnell wieder in eine Performance zu bringen, mit der er sukzessive auch länger spielen kann.“
Perspektiven für die kommenden Wochen
Für Hountondji bedeutet das frühere Comeback, dass er in den wichtigen Spielen gegen Freiburg und nach der Länderspielpause bei Union Berlin am 5. April bereits weiter sein wird als ursprünglich erwartet. Ob es für die Startelf reicht, bleibt abzuwarten, doch seine Rückkehr stärkt die Offensivoptionen von St. Pauli entscheidend.
Die Mannschaft hofft, dass Hountondjis Energie von der Bank – oder vielleicht sogar von Anfang an – den dringend benötigten Schwung in den Abstiegskampf bringen wird. Sein Comeback nach der langen Verletzungspause ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein strategisches Asset für die verbleibende Saison.



