St. Pauli setzt auf den Madrid-Faktor gegen Bayern München
Für die anstehende Bundesliga-Partie am Samstag (18.30 Uhr, Sky) gegen den FC Bayern München setzt der FC St. Pauli auf einen besonderen Faktor: die Champions-League-Verpflichtungen des Rekordmeisters. Die Münchner bestreiten in der kommenden Woche ihr Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid, was möglicherweise zu Rotationen im Bayern-Kader führen könnte.
Blessin analysiert die Bayern-Stärke
St. Paulis Trainer Alexander Blessin (52) zeigt sich realistisch in seiner Einschätzung: „Von zehn Spielen gewinnen sie im Normalfall zehn.“ Dennoch sieht der Trainer eine Chance für seine Mannschaft, diesen Normalfall zu durchbrechen. Blessin betont: „Ihr Fokus wird sicherlich auf dem Spiel gegen Real Madrid liegen. Ihre letzten Spiele haben gezeigt, dass auch die nachrückenden Spieler sich zeigen wollen.“
Als Beispiel nennt der St.-Pauli-Coach Tom Bischof, der zuletzt für Bayern zwei Tore erzielte. „Sie haben genügend Qualität und wollen ihren schon lange andauernden Run fortsetzen. Sie kommen mit breiter Brust zu uns, da ist dann auch egal, ob sie vier oder fünf Wechsel vornehmen werden.“
Strategie gegen den Rekordmeister
Trotz der klaren Kräfteverhältnisse will St. Pauli die Punkte nicht freiwillig herausgeben – besonders angesichts der eigenen prekären Situation im Abstiegskampf. Blessin hat klare taktische Vorstellungen entwickelt: „Wir wollen das Spiel möglichst lange offenhalten. Das wäre gegen solch einen Gegner schon ein Erfolg. Man braucht in den 90 bis 95 Minuten auch Matchglück.“
Der Trainer blickt dabei auf positive Erfahrungen zurück: „Seitdem ich hier bin, waren wir dreimal nah dran an einem Unentschieden. Es waren sehr gute Spiele von uns und das macht mir auch Mut.“ Die Mannschaft will zeigen, dass sie gegen die Bayern-Bestbesetzung durchaus konkurrenzfähig sein kann.
Personelle Verbindungen zwischen den Teams
Interessant ist die persönliche Verbindung zwischen den beiden Trainern: Alexander Blessin und Bayern-Coach Vincent Kompany (40) kennen und schätzen sich seit Jahren. Diese gegenseitige Wertschätzung könnte zusätzliche Spannung in die Begegnung bringen, da beide Trainer die Stärken und Schwächen des Gegners genau analysiert haben werden.
Für St. Pauli geht es in dieser Partie um mehr als nur einen Punkt. Ein Erfolg gegen den FC Bayern München wäre nicht nur sportlich bedeutsam, sondern könnte auch psychologisch wichtige Impulse für den weiteren Saisonverlauf setzen. Die Mannschaft will beweisen, dass sie auch gegen absolute Spitzenmannschaften bestehen kann.



