St. Paulis Co-Trainer Peter Nemeth gesperrt: Tribünen-Perspektive gegen Bayern München
Der FC St. Pauli muss im wichtigen Bundesliga-Duell gegen den FC Bayern München auf seinen Co-Trainer Peter Nemeth verzichten. Der 53-Jährige wurde nach einer Roten Karte im Spiel gegen Union Berlin mit einem Spiel Innenraumverbot belegt und darf die Partie am Samstag (18.30 Uhr, Sky) nur von der Tribüne aus verfolgen.
Rote Karte in der Nachspielzeit
Die Sperre resultiert aus einem Zwischenfall in der Nachspielzeit des 1:1-Unentschiedens gegen Union Berlin. Nemeth hatte sich beim 4. Offiziellen Florian Lechner (34) über das Verhalten der Berliner Bank beschwert, die vehement eine Verwarnung für St. Paulis Kapitän Jackson Irvine forderte. Die emotionale Reaktion des Co-Trainers wurde mit der Roten Karte geahndet.
Strikte Auflagen des DFB
Der Deutsche Fußball-Bund verhängte als Strafe ein umfassendes Innenraumverbot. Dies bedeutet konkret:
- Nemeth darf sich während der gesamten Partie nicht im Innenraum des Stadions aufhalten
- Die Umkleidekabinen, der Spielertunnel und der Kabinengang sind für ihn tabu
- Das Verbot beginnt bereits 30 Minuten vor Spielbeginn
- Es endet erst 30 Minuten nach dem Abpfiff
Organisatorische Herausforderungen für St. Pauli
Cheftrainer Alexander Blessin (52) muss seine Mannschaft daher ohne den wichtigen Assistenten an der Seitenlinie betreuen. „Den ersten Teil der Aufwärmphase macht er noch mit“, erklärte Blessin, da diese vor Beginn der Strafzeit startet. Anschließend begibt sich Nemeth auf die Tribüne, wo er sich zu Video-Analyst Sami Pierau gesellt.
Blessin betonte: „Wenn von da etwas auffällt, wird es kommuniziert.“ Dennoch bedeutet die Abwesenheit des Co-Trainers eine zusätzliche Belastung für das Trainerteam. Torwart-Trainer Sven Van Der Jeugt muss neben seinen eigentlichen Aufgaben mit den Torhütern nun auch die Kommandos für die Offensiv-Standards übernehmen – eine Aufgabe, die normalerweise in Nemeths Verantwortungsbereich fällt.
Wichtiges Bundesliga-Duell
Die Sperre kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für den FC St. Pauli, der sich auf das prestigeträchtige Duell mit Rekordmeister Bayern München vorbereitet. Die Mannschaft muss nun ohne den direkten Input ihres Co-Trainers an der Seitenlinie auskommen, was die taktische Flexibilität während des Spiels einschränken könnte.
Für Peter Nemeth bedeutet die Strafe eine ungewohnte Perspektive. Statt von der Trainerbank aus das Spielgeschehen zu analysieren und direkt Einfluss nehmen zu können, muss er das Spiel aus der Distanz verfolgen – eine Herausforderung für den erfahrenen Trainer, der normalerweise eng in die Spielsteuerung eingebunden ist.



