St. Paulis Trumpf im Abstiegskampf: Druck als klarer Vorteil für den Klassenerhalt
St. Paulis Druck-Vorteil im Abstiegskampf

St. Paulis Druck-Vorteil im Kampf um den Klassenerhalt

Im finalen Saisondrittel der Bundesliga spitzt sich der Abstiegskampf dramatisch zu. Während zahlreiche Mannschaften erst spät realisieren, dass sie um den Verbleib in der ersten Liga kämpfen müssen, hat der FC St. Pauli einen entscheidenden Vorteil: Neun Monate Druckerfahrung.

Routinier Wahl sieht klaren Vorteil für die Kiezkicker

Abwehrspieler Hauke Wahl (31), einer der Führungsspieler beim Hamburger Traditionsverein, erklärt den besonderen Umstand: „Wir wissen seit Spieltag 1, dass wir im Abstiegskampf stecken, andere Mannschaften vielleicht nicht. Das kann ein klarer Vorteil für uns sein.“ Der gebürtige Hamburger, der sich nie versteckt und stets in den Dienst der Mannschaft stellt, betont die Bedeutung dieser Erfahrung.

Wahl weiter: „Wir haben seit neun Monaten Druck, wissen genau, worum es geht. Deswegen kann das ein klarer Vorteil für uns sein. Man braucht einen guten Mix aus Lockerheit und Angespanntheit – und den haben wir.“

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Soziales Engagement neben dem Platz

Neben dem sportlichen Einsatz zeigt der Verein auch soziales Engagement. Erst am Montag setzte sich Hauke Wahl an die Kasse eines Edeka-Supermarktes an der Rindermarkthalle, kassierte ab und beantwortete Fragen von Kunden und Fans. Die eingenommenen Beträge wurden von einem Werbepartner des Vereins auf 10.000 Euro aufgestockt.

Der Erlös kommt den FC St. Pauli-Rabauken zugute und ermöglicht ein Fußballcamp für Kinder aus Familien, die sich eine Teilnahme sonst nicht leisten könnten. Ein Zeichen, dass der Verein auch abseits des Platzes Verantwortung übernimmt.

Wichtiges Heimspiel gegen Freiburg

Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) kommt der SC Freiburg ans Millerntor – ein Spiel, das für St. Pauli zum absoluten Pflichttermin wird. „Verlieren verboten“, lautet die klare Devise, denn sonst wird die Situation im Abstiegskampf richtig eng.

Wahl beschreibt die Strategie: „Für uns ist es einfach wichtig, was wir in den letzten Heimspielen auf das Feld gebracht haben. Dass wir hoch pressen, dass wir die Fans mitnehmen, eine Atmosphäre schaffen, dass es für jeden Gegner schwer wird.“

Personelle Situation vor dem Spiel

Positiv für Trainer und Team: Eric Smith (29) und Andréas Hountondji (23), die am Dienstag das Training abbrechen mussten, standen am Mittwoch wieder auf dem Platz. Beide werden voraussichtlich im Kader für das Freiburg-Spiel stehen und damit die personellen Optionen erweitern.

Wahl fasst die mentale Einstellung zusammen: „Für uns ist es schön, dass es so eng ist. Deshalb glaube ich nicht, dass wir nervös sind. Wir wissen mit dem Druck umzugehen. Letztendlich will man den Druck haben, denn nur wenn man ihn spürt, kann man das Beste aus einem herausholen. Das Ende einer Saison ist immer das Geilste. Jetzt geht’s um die Wurst.“

Der FC St. Pauli will zum zweiten Mal in Folge den Klassenerhalt schaffen – und setzt dabei auf die Erfahrung aus monatelangem Abstiegskampf als entscheidenden Trumpf.

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