Teure Emotionen an der Seitenlinie: Blessin muss für Schiri-Kritik zahlen
Das war ein kostspieliger Ausrutscher für den Trainer des FC St. Pauli. Alexander Blessin (52) muss nach unsportlichen Äußerungen gegenüber Schiedsrichter Florian Badstübner (35) eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro entrichten. Das DFB-Sportgericht verurteilte den Trainer wegen seines Verhaltens nach dem Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg am 22. März 2026.
Emotionale Aussagen mit Konsequenzen
Unmittelbar nach der 1:2-Niederlage gegen Freiburg ließ sich Blessin im DAZN-Interview zu einer kontroversen Aussage hinreißen. „Wir haben nicht gegen elf Mann gespielt, sondern gegen zwölf – und das war der Schiedsrichter“, erklärte der Trainer und stellte damit die Unparteilichkeit des Unparteiischen öffentlich infrage. Diese Äußerung führte zur Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss und schließlich zum jetzt rechtskräftigen Urteil.
Begründung des Sportgerichts und Blessins Reaktion
Das Sportgericht begründete die Strafe mit dem unsportlichen Charakter der öffentlichen Kritik, die die Integrität des Schiedsrichters in Zweifel zog. Bereits während der Partie hatte Blessin die Gelbe Karte erhalten – seine dritte in der laufenden Saison. Bei einer weiteren Gelben Karte würde eine Spielsperre folgen.
Der Trainer zeigte nach seiner Äußerung schnell Einsicht. Bei einer anschließenden Pressekonferenz räumte er ein: „Die Aussage, die ich bei DAZN getätigt habe, ist jetzt nicht unbedingt so clever. Es ist aus der Emotion, das muss man mir dann auch zugestehen. Es geht hier echt um sehr viel.“ Für ihn persönlich bedeutete dies am Ende die hohe Geldstrafe von 10.000 Euro.
Konsequenzen für Trainer und Verein
Die Strafe unterstreicht die Null-Toleranz-Politik des DFB gegenüber öffentlicher Kritik an Schiedsrichtern. Für Blessin und St. Pauli bedeutet dies:
- Eine erhebliche finanzielle Belastung durch die Geldstrafe
- Die Notwendigkeit, in Zukunft emotionsgeladene Aussagen zu vermeiden
- Die Gefahr einer Spielsperre bei weiterem Fehlverhalten
Das Urteil ist rechtskräftig und kann nicht mehr angefochten werden. Es dient als deutliches Signal an alle Bundesliga-Trainer, ihre Kritik an Schiedsrichterentscheidungen in angemessenen Bahnen zu halten.



