Kevin Stöger erzielt Traumtor und wird zu Gladbachs Retter-Fuß
Der österreichische Fußballprofi Kevin Stöger hat mit einem atemberaubenden Freistoßtor Borussia Mönchengladbach einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf der Bundesliga beschert. Beim 2:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli traf der 32-Jährige aus 25 Metern Entfernung und beendete damit eine lange Durststrecke für die Borussen bei direkten Freistößen.
Wichtiger Sieg verschafft Luft im Abstiegskampf
Durch den verdienten Sieg gegen St. Pauli konnte sich Gladbach etwas Luft im engen Abstiegskampf der Bundesliga verschaffen. Der Abstand auf den Relegationsplatz wuchs von einem auf nunmehr vier Punkte an. Dieser Erfolg ermöglicht es Trainer Eugen Polanski, mit deutlich mehr Gelassenheit in das wichtige Rhein-Derby beim 1. FC Köln am kommenden Samstag zu gehen.
Polanskis Position als Cheftrainer der Borussia scheint selbst bei einer möglichen Niederlage im Derby nicht unmittelbar gefährdet zu sein, solange die Mannschaft eine anständige Leistung zeigt. Die jüngsten Erfolge haben das Vertrauen in den Trainer gestärkt.
Stögers spektakulärer Freistoß beendet lange Wartezeit
Kevin Stögers Freistoßtor war in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen handelte es sich um ein technisch herausragendes Tor aus schwieriger Position, zum anderen beendete es eine lange Wartezeit für die Gladbacher Fans. Der letzte direkte Freistoßtreffer für Borussia Mönchengladbach datierte aus dem Dezember 2020, als Ex-Kapitän Lars Stindl beim 3:3 in Frankfurt traf.
Stöger selbst kommentierte sein „Tor des Monats“ mit den Worten: „In solch einer Situation versuche ich immer, mehrere Möglichkeiten im Kopf zu haben. Aber Philipp Sander sagte mir sofort, ich solle einfach voll draufhauen. Das habe ich dann getan – und der Ball ist perfekt ins Tor geflogen.“
Schwierige Hinrunde und persönlicher Kampf zurück
Der Weg zu diesem Erfolg war für Kevin Stöger alles andere als einfach. In der Hinrunde der aktuellen Saison fand der erfahrene Mittelfeldspieler unter Trainer Eugen Polanski nur dreimal Berücksichtigung in der Startformation. Diese frustrierende Situation führte sogar dazu, dass Stöger während der Wintertransferperiode auf der internen Abgangsliste von Sportdirektor Rouven Schröder stand.
Doch statt einen Wechsel in Betracht zu ziehen, entschied sich der Österreicher für den Kampf um seinen Platz bei Borussia Mönchengladbach. Um sich voll auf seine sportliche Entwicklung konzentrieren zu können, deaktivierte Stöger sogar seinen Instagram-Account und eliminierte damit potenzielle Ablenkungen.
„Meine Situation war in dieser Saison wirklich nicht einfach“, gestand Stöger. „Aber ich habe mir fest vorgenommen, mich aus dieser Lage herauszukämpfen. Ich bin unendlich froh, dass ich der Mannschaft jetzt mit meiner Leistung helfen konnte.“
Erfahrung im Abstiegskampf als wertvolles Kapital
Kevin Stöger bringt wertvolle Erfahrung im Kampf um den Klassenerhalt mit. In der Saison 2023/24 hatte er den VfL Bochum mit sieben Toren und neun Vorlagen fast im Alleingang in der Bundesliga gehalten. In der entscheidenden Relegation gegen Fortuna Düsseldorf avancierte er endgültig zum Retter des Vereins.
Im Rückentscheid in Düsseldorf lieferte Stöger eine absolute Gala-Leistung ab: Ein Tor und zwei Vorlagen ermöglichten dem VfL Bochum den Ausgleich einer 0:3-Heimpleite. Auch im anschließenden Elfmeterkrimi bewies Stöger Nervenstärke und verwandelte sicher. Diese Erfahrungen machen ihn zu einem wertvollen Spieler für Gladbachs aktuellen Abstiegskampf.
Perspektiven für die entscheidende Phase der Saison
Mit seinem ersten Saisontor und der insgesamt starken Leistung gegen St. Pauli hat sich Kevin Stöger zurück in die Startformation von Borussia Mönchengladbach gespielt. Sein Traumfreistoß könnte sich als Wendepunkt nicht nur für seine persönliche Saison, sondern für den gesamten Klassenerhalt der Borussia erweisen.
Die Mannschaft um Trainer Eugen Polanski geht mit gestärktem Selbstvertrauen in die entscheidende Phase der Bundesliga-Saison. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Stöger tatsächlich zu Gladbachs Retter-Fuß avancieren kann, so wie er es bereits beim VfL Bochum unter Beweis stellte.



