VfB Stuttgart trotz Pleite im Europa-League-Achtelfinale
Ein schwacher Auftritt, eine Niederlage – und dennoch der Einzug in die nächste Runde! Der VfB Stuttgart hat im Playoff-Rückspiel der Europa League gegen Celtic Glasgow mit 0:1 verloren. Dank des deutlichen 4:1-Erfolgs aus dem Hinspiel steht das Team von Trainer Sebastian Hoeneß aber sicher im Achtelfinale des europäischen Wettbewerbs. Damit tanzen die Schwaben weiterhin auf drei Hochzeiten: Neben der Europa League kämpfen sie im DFB-Pokal um den Einzug ins Finale und in der Bundesliga als Tabellenvierter um die Champions-League-Qualifikation.
Blitzstart der Gäste schockt den VfB
Die Partie begann mit einem Paukenschlag für die Stuttgarter. Bereits nach 33 Sekunden erzielte Celtic Glasgow die Führung: Junior Adamu, der Leihgabe vom SC Freiburg, legte gekonnt auf Luke McCowan auf, der aus 14 Metern traf. Das frühe 0:1 war ein Schock für den VfB, der in der Folge zwar die Spielkontrolle übernahm, aber an der notwendigen Durchschlagskraft mangelte.
Stuttgart erspielte sich Chancen, unter anderem durch den jungen Badredine Bouanani, doch Celtic-Keeper Viljami Sinisalo zeigte sich in entscheidenden Momenten souverän. Der Finne vertrat den Stammtorhüter Kasper Schmeichel und verhinderte mit guten Paraden einen möglichen Ausgleich.
Energie und Präzision fehlten
In der zweiten Halbzeit blieb Stuttgart zwar spielbestimmend, doch TV-Experte Lothar Matthäus kritisierte die mangelnde Energie: „Es ist nicht energisch genug. Der VfB kommt fast gar nicht in den Strafraum. Locker geht gar nichts mehr. Celtic spielt befreiter auf.“ Diese Analyse traf den Nagel auf den Kopf, denn trotz der Feldüberlegenheit gelang den Schwaben kein Treffer.
Zudem wurden zwei vermeintliche Tore aberkannt: Chris Führich in der 68. Minute und Deniz Undav in der 75. Minute standen jeweils im Abseits. Celtic Glasgow, der schottische Rekordmeister, der in dieser Saison bereits sieben Ligapleiten hinnehmen musste und nur Tabellendritter ist, verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schluss.
Historischer Einzug trotz Niederlage
Für den VfB Stuttgart bedeutet die Niederlage dennoch einen Erfolg: Zum zweiten Mal nach der Saison 2012/2013 erreichen die Schwaben die Runde der letzten 16 in der Europa League. Im Achtelfinale Mitte März erwarten sie entweder den FC Porto oder Sporting Braga aus Portugal. Beide Klubs hatten sich direkt für diese Phase qualifiziert.
Bevor es in Europa weitergeht, steht am Sonntag ein Bundesligaspiel gegen den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg auf dem Programm. Für Trainer Sebastian Hoeneß und sein Team bleibt die Aufgabe, die Konzentration auf drei Wettbewerbe zu meistern – eine Herausforderung, der sie sich mit dieser Achtelfinal-Qualifikation erfolgreich gestellt haben.



