Thiounes Werder-Wende: Zwei Siege katapultieren Bremer aus dem Abstiegskampf
Thiounes Werder-Wende: Zwei Siege katapultieren Bremer

Thiounes Werder-Wende: Zwei Siege katapultieren Bremer aus dem Abstiegskampf

Es ist eine bemerkenswerte Kehrtwende, die sich innerhalb von nur zwei Wochen vollzogen hat. Als Daniel Thioune nach der 1:2-Niederlage bei St. Pauli und der dritten Pleite in Serie das Spielfeld verließ, wirkte der 51-jährige Werder-Trainer sichtlich mitgenommen. Seit 1978 hatte kein Bremer Trainer so schlecht in eine Saison gestartet. Doch nun strahlt Thioune wieder – und mit ihm der gesamte Verein.

Von der Krise zum Doppelerfolg

„Die Überzeugung ist da, ein Spiel gewinnen und nicht eines verlieren zu können“, beschreibt Thioune die aktuelle Stimmung im Team. Das zurückgewonnene Selbstvertrauen manifestierte sich in zwei überzeugenden Auftritten: einem 2:0-Heimsieg gegen Heidenheim und einem überraschend klaren 4:1-Auswärtssieg bei Union Berlin. Diese sechs Punkte katapultierten Werder vom Abstiegsplatz 17 auf den 13. Rang der Bundesliga-Tabelle.

Beim Schlusspunkt durch Patrice Covic zum 4:1-Endstand in Berlin wuchs Thiounes Lächeln sogar zu einem stattlichen Grinsen. „Euphorisch wäre das falsche Wort. Das sind wir nicht. Wir sind demütig und spüren Erleichterung nach den beiden gewonnenen Spielen“, relativiert der Trainer die Gemütslage, fügt aber bedeutungsvoll hinzu: „Es macht was mit der Mannschaft.“

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Charakterstarker Umgang mit Rückschlägen

Besonders beeindruckend war der Umgang mit frühen Widrigkeiten. Nach dem Rückstand durch Köhn in der 18. Minute bei Union Berlin ließ sich Werder nicht aus der Ruhe bringen. Die Bremer nutzten die anschließende Überzahl nach der Roten Karte gegen Schäfer effektiv, drehten das Spiel und brachten die Führung bemerkenswert cool über die Zeit.

„Alle haben gesehen, wie viel Energie ich habe und wie viel Bock. Mir geht es mit der aktuellen Situation sehr gut“, beschreibt der Ex-Düsseldorf-Trainer sein Inneres. Diese positive Grundstimmung überträgt sich offenbar auf die Mannschaft, die in beiden Spielen als das deutlich bessere Team auftrat, mehr und gefährlichere Chancen kreierte und vor allem effizienter abschloss.

Langfristige Perspektive trotz kurzfristiger Erfolge

Thioune betont jedoch, dass die Mission noch lange nicht erfüllt ist: „Ich glaube an die Qualität und Fähigkeit jedes einzelnen Spielers. Wir wollen auch nach dem 34. Spieltag ein Mitglied der ersten Bundesliga sein, und alles, was am Sonntag passiert ist, gibt uns ein gutes Gefühl.“

Gleichzeitig gesteht er seiner Mannschaft zu, den Moment zu genießen: „Die Mannschaft darf den Augenblick genießen und musste eine Menge aushalten. Wir sind aber noch lange nicht fertig.“ Diese ausgewogene Mischung aus Genuss der aktuellen Erfolge und Fokus auf die verbleibenden Aufgaben scheint das Rezept für die positive Entwicklung zu sein.

Nach dem historisch schlechten Saisonstart hat Werder Bremen unter Daniel Thioune nicht nur sechs wichtige Punkte gesammelt, sondern vor allem mentale Stärke und Spielüberzeugung zurückgewonnen. Die beiden Siege gegen Heidenheim und Union Berlin zeigen, dass die Bremer trotz der holprigen Saison über das Potenzial verfügen, den Klassenerhalt zu schaffen.

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