Für Carl Zeiss Jena und Kapitän Nils Butzen (33) geht es am Samstag (14 Uhr) im Thüringenderby gegen Rot-Weiß Erfurt um die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost. Das Spiel könnte alles entscheiden, denn zeitgleich spielt Spitzenreiter Lok Leipzig gegen Magdeburg II. Butzen betont: „In der Vorbereitung habe ich nicht das Gefühl, dass es um ein Derby geht – sondern um etwas viel Größeres!“
Jena ist bereit für den Titel
Carl Zeiss Jena ist bereit für den Titel, muss aber auf einen Ausrutscher von Lok Leipzig hoffen. Trainer Volkan Uluc (56) sagt: „Wir werden natürlich informiert sein, was da passiert. Der Fokus von uns liegt aber voll und ganz auf unserer Aufgabe. Das ist das, was wir beeinflussen können.“ Er appelliert an seine Profis, seriös und nicht überdreht an die Partie heranzugehen. „So haben wir es die gesamte Saison gehalten. Meine Mannschaft hat Persönlichkeit und Charakter bewiesen. Uns ist nichts in den Schoß gefallen.“ Bis auf Amar Suljic (27) sind alle Spieler an Bord.
Das Derby als Wendepunkt
Das letzte Derby brachte Jena erst in Schwung. Das gewonnene Pokal-Halbfinale Ende März war der Wendepunkt – natürlich ein Derby. Jetzt soll das i-Tüpfelchen folgen. Den Druck sieht Uluc bei Lok Leipzig, die seit Oktober die Tabelle anführen und zuletzt auf Talfahrt gegangen sind. „Deshalb gilt: Die Form spricht für uns“, sagt er. Für Jena ist klar: Mit einem Sieg und einem Patzer von Leipzig könnte der Traum vom Aufstieg wahr werden.



