Tottenham Hotspur in der Abstiegsspirale: Englands Presse spricht von Selbstzerstörung
Die Krise bei Tottenham Hotspur hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nach der schmerzhaften 1:3-Niederlage gegen Crystal Palace am Donnerstagabend steht der traditionsreiche Klub aus Nord-London unmittelbar vor dem Abstieg aus der Premier League. Nur noch ein einziger Punkt trennt die Spurs aktuell von den Abstiegsplätzen, und auch der neue Interimstrainer Igor Tudor konnte den Negativtrend nicht stoppen – drei Spiele, drei Niederlagen, neun Gegentore lautet seine bisherige Bilanz.
Presse-Echo: „Meisterleistung der Selbstzerstörung“
Die englische Presse reagierte mit scharfer Kritik auf das Debakel. Die Daily Mail titelte mit „einer Meisterleistung der Selbstzerstörung“ und beschrieb, wie Tottenham durch eigene Fehler noch tiefer in die Abstiegskrise stürzte. Die Sun sprach von einem „Krisenverein, gefangen in einer Todesspirale“, der unaufhaltsam in den Abgrund rase. Immer wieder würden Spieler den „Selbstzerstörungsknopf“ drücken, so die Analyse.
Rote Karte als Wendepunkt
Besonders folgenschwar war die Rote Karte für Micky van de Ven in der ersten Halbzeit. Dieser Auslöser führte zu einem kompletten Zusammenbruch der Mannschaft und veranlasste zahlreiche Fans bereits zur Halbzeit, das Stadion zu verlassen. Der Mirror kommentierte unter der Überschrift „Igor der Schreckliche!“, dass Tottenham akzeptieren müsse, dass Tudor gehen müsse, wenn der Klub in der Liga bleiben wolle.
Abstieg wird immer realer
Für den Guardian versinkt Tottenham „in einem Meer aus Gift“. Der Abstieg sei für die Besitzer des besten und teuersten Stadions des Landes keine ferne Perspektive mehr, sondern werde zunehmend real. Der Telegraph sah die Spurs entschlossen, „diese Saison mit einem der spannendsten und absurdesten Abstiegskämpfe der Premier-League-Ära zu beenden“. Der Independent betonte, dass sich die prekäre Lage erheblich verschlechtert habe und der Verein nun kurz vor dem Abstieg stehe.
Tudors Zukunft ungewiss
Die dreiwöchige Amtszeit von Igor Tudor scheint nach dieser Niederlage kaum bis zur Länderspielpause zu überdauern. Die Presse stellt seine Zukunft in Frage und bezweifelt, dass er oder irgendjemand anderes das „totale Chaos“ noch wenden könne. Tottenham hatte alles auf eine Karte gesetzt und den ramponierten Thomas Frank durch Tudor ersetzt, doch bisher fehlt jeder Beweis für eine Trendwende.



