Champions-League-Albtraum für Tottenhams Ersatztorwart
Was für ein denkwürdiger Abend in der Königsklasse! Tottenham Hotspur musste im Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid einen wahren Torwart-Albtraum durchleben. Der eigentlich als Ersatzmann vorgesehene Antonin Kinsky erhielt seine große Chance – und erlebte innerhalb kürzester Zeit einen der denkbar schlechtesten Debüts in der europäischen Eliteklasse.
Die ersten fünf Minuten: Ein verhängnisvoller Ausrutscher
Bereits in der fünften Spielminute zeichnete sich das kommende Drama ab. Der tschechische Torhüter rutschte beim Versuch, den Ball nach vorne zu schlagen, völlig unbedrängt aus. Der Ball landete direkt bei Atlético Madrid, die am gegnerischen Sechzehner mühelos die Führung erzielten. Marcos Llorente verwandelte in der sechsten Minute zum 1:0 für die Spanier.
Kettenreaktion von Fehlern
Die Probleme für Tottenham sollten sich jedoch noch verschärfen. Kurz nach dem ersten Gegentor rutschte auch Abwehrspieler Micky van de Ven als letzter Mann aus. Antoine Griezmann nutzte diese Gelegenheit und schob in der achten Minute zum 2:0 ein. Doch das Schlimmste stand den Londonern noch bevor.
Nur eine Minute nach diesem Doppelschlag folgte der nächste schwere Patzer von Kinsky. Nach einem Rückpass schlug der Torwart erneut komplett am Ball vorbei. Julian Alvarez war sofort zur Stelle und bedankte sich mit dem dritten Treffer für Atlético Madrid – bereits in der 15. Spielminute!
Die Konsequenz: Frühe Auswechslung
Nach dieser Serie von Fehlern zog Tottenham-Trainer Igor Tudor die Konsequenzen. Bereits nach nur 16 Spielminuten wurde der völlig verunsicherte Antonin Kinsky ausgewechselt. Für ihn kam die eigentliche Nummer eins, der Italiener Guglielmo Vicario, ins Spiel.
Doch auch dieser Wechsel brachte zunächst keine Besserung für die Engländer. In der 22. Minute konnte Vicario einen Kopfball des eigenen Mitspielers Pape Sarr nur nach vorne abwehren. Atléticos Robin Le Normand staubte zum 4:0 ab und besiegelte damit die katastrophale erste Halbzeit für Tottenham.
Ein denkwürdiges Debüt mit Folgen
Das Champions-League-Debüt von Antonin Kinsky wird wohl in die Annalen des Fußballs eingehen. Drei Gegentore innerhalb von zehn Minuten und eine Auswechslung nach nur 16 Spielminuten markieren einen der kürzesten und zugleich dramatischsten Einsätze eines Torwarts in der Geschichte des europäischen Spitzenfußballs.
Für Tottenham bedeutet diese Niederlage einen herben Rückschlag in der Champions League, während Atlético Madrid mit einem überzeugenden 4:0-Sieg die Gruppenphase dominierte. Die Frage nach der Torwartposition bei den Spurs wird nach diesem Abend mit Sicherheit neu diskutiert werden.



