Trainer Sander reicht's: Magdeburgs Defensive kassiert erneut fünf Tore
Trainer Sander reicht's: Magdeburgs Defensive kassiert fünf

Magdeburgs Trainer Petrik Sander beklagt defensive Schwächen

Wer spektakulären Fußball sehen möchte, ist beim 1. FC Magdeburg derzeit genau an der richtigen Adresse. Doch für Trainer Petrik Sander ist das zu viel des Guten. Die 3:5-Niederlage beim FC Schalke 04 offenbarte erneut die gravierenden Defizite in der Defensive des Elbe-Klubs.

Offensive Stärke, defensive Schwäche

Der FCM zeigte in Gelsenkirchen durchaus beeindruckende Offensivaktionen. Spieler wie Atik und Mateusz Zukowski kombinierten sich brillant durch die Reihen des Tabellenführers. Als erste Mannschaft in dieser Saison gelang es Magdeburg sogar, dem S04 drei Tore zu schießen. Weitere Chancen blieben ungenutzt: Falko Michel traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die Latte, Zukowski zog kurz vor Schluss knapp am Tor vorbei.

Doch die defensive Leistung ließ erneut zu wünschen übrig. Bereits beim 5:4-Erfolg in Fürth waren große Lücken in der Abwehr zu erkennen, und gegen Schalke wiederholten sich die Probleme. Trainer Sander kommentierte das 1:2 durch Edin Dzeko deutlich: „Nollenberger gegen Dzeko ist ein Mismatch hoch zehn.“

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Kapitale individuelle Fehler

Direkt nach der Halbzeitpause unterlief Hercher im eigenen Strafraum ein folgenschwerer Fehler. Der Magdeburger Spieler griff mit der Hand nach dem Ball, was den Schiedsrichter zu einem Elfmeterpfiff veranlasste. Sander reagierte mit Galgenhumor: „Im Fußball ist es eine schlechte Idee, im eigenen Strafraum den Ball in die Hand zu nehmen. Das weiß jeder und trotzdem passiert es.“

Doch die Fehlerserie setzte sich fort. Beim 2:4 unterlief Musonda ein weiterer kapitaler Bock, als er den Ball perfekt in den Lauf von Karaman köpfte. Sander analysierte: „Dann hatten wir eine ganz besondere Idee und wollten im eigenen Sechzehner Kopfball spielen.“

Besorgniserregende Statistik

Mit fünf Gegentoren in einem Spiel bestätigte Magdeburg eine bedenkliche Entwicklung. In den letzten fünf Partien kassierte keine andere Mannschaft der Liga mehr Gegentore als der FCM – insgesamt 15. Damit ist die Defensive des Elbe-Klubs in dieser Form eindeutig abstiegsgefährdet.

Sander forderte Konsequenzen: „Wir müssen daran arbeiten, dass wir nicht in jedem Spiel fünf Tore kassieren. Wenn jeder seine Hausaufgaben erfüllt, wäre ein Anfang gemacht. Das haben wir heute nicht.“

Schluss mit dem Spektakel

Obwohl Magdeburg hinter Darmstadt in den letzten fünf Spielen die torgefährlichste Mannschaft der Liga war (13 Tore), bringt die offensive Stärke bei solchen defensiven Schwächen wenig. Sander hat genug vom spektakulären Fußball: „Vielleicht sollte jeder damit anfangen, sich neu zu fokussieren und sagen: Lasst uns einen Schlussstrich unter diese Spektakel-Nummer ziehen und wieder anfangen, seriös zu arbeiten.“

Die Magdeburger müssen dringend an ihrer Defensivarbeit feilen, wenn sie die Saison erfolgreich beenden wollen. Die individuelle Fehleranfälligkeit und die Lücken in der Abwehrkette kosten den Elbestädtern wertvolle Punkte.

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