Trump lädt Iran zur WM ein - Verband zögert - Frauen-Team sorgt für Dramatik
Trump lädt Iran zur WM ein - Verband zögert

Trump lädt Iran zur WM ein - Verband zögert - Frauen-Team sorgt für Dramatik

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer zugesichert, obwohl zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ein militärischer Konflikt im Nahen Osten tobt. FIFA-Präsident Gianni Infantino bestätigte nach einem Treffen mit Trump, dass der amerikanische Präsident die iranische Nationalmannschaft ausdrücklich eingeladen habe.

Iranischer Verband zeigt sich skeptisch

Doch der iranische Fußball-Verband (FFI) zögert mit der Zusage. Mehdi Tadsch, der Präsident des FFI, äußerte bei der Nachrichtenagentur Isna deutliche Bedenken. „Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien?“ fragte er rhetorisch und deutete damit einen möglichen Verzicht des Iran auf das Turnier an.

Die WM beginnt am 11. Juni in den USA, Kanada und Mexiko, wobei alle drei Gruppenspiele des Iran in den Vereinigten Staaten ausgetragen werden sollen. Seit Ende Februar greifen die USA und Israel den Iran an, der seinerseits Gegenschläge in der Region führt.

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Dramatische Szenen um iranisches Frauen-Team in Australien

Parallel dazu sorgt das iranische Frauen-Team für internationale Schlagzeilen. Während des Asien-Cups in Sydney erhielten fünf Spielerinnen humanitäre Visa, nachdem sie von der australischen Polizei aus ihrem Hotel gebracht worden waren. Zwei weitere Teammitglieder erklärten später, ebenfalls nicht in den Iran zurückkehren zu wollen.

Innenminister Tony Burke betonte, allen Spielerinnen sei vor der Abreise Asyl angeboten worden. Viele hätten jedoch aus Sorge um ihre Familien im Iran darauf verzichtet. Eine der Frauen entschied sich in letzter Minute doch für die Rückreise, sodass sechs Iranerinnen in Australien blieben.

Emotionale Abschiede und politische Konsequenzen

Beim Abflug der übrigen Mannschaft von Sydney nach Kuala Lumpur kam es zu emotionalen Szenen. Journalisten der Zeitung „Sydney Morning Herald“ berichteten, dass viele Spielerinnen weinten und sich lange in den Armen lagen. Beobachter befürchten, dass den Frauen und ihren Familien nach der Rückkehr in den Iran politische Konsequenzen drohen könnten.

Nach der Landung in Kuala Lumpur wartete Irans Botschafter in Malaysia bereits am Ausgang des Flugzeugstegs. Während einige Offizielle ihn begrüßten, wirkten viele Spielerinnen still und angespannt und starrten auf ihre Handys. Die Mannschaft soll von Malaysia aus über die Türkei weiter in den Iran reisen.

Stiller Protest sorgte für Aufsehen

Die „Löwinnen“ hatten während des Asien-Cups mit einem stillen Protest internationales Aufsehen erregt. Beim ersten Gruppenspiel schwiegen die Spielerinnen während der iranischen Nationalhymne – ein Verhalten, das im Iran als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet wurde. Staatsmedien bezeichneten sie später als „Verräterinnen“, obwohl sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen.

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