TSV 1860 München und Waldhof Mannheim teilen sich die Punkte in der 3. Liga
In einem packenden Duell der 3. Liga hat sich der TSV 1860 München von Waldhof Mannheim mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Die Löwen unter Trainer Markus Kauczinski zeigten eine wechselhafte Leistung, die von starken Einzelaktionen geprägt war, aber auch Schwächen offenbarte. Die AZ-Reporterin hat die Mannschaft genau unter die Lupe genommen und präsentiert eine detaillierte Einzelkritik der Spieler.
Torwart und Abwehr: Dähne hält den Punkt fest
Thomas Dähne (Note 3): Der Pokalheld der Sechzger hatte lange Zeit wenig zu tun, konnte aber vor dem 0:1 eine gefährliche Hereingabe nur nach vorne abwehren. In der Nachspielzeit zeigte er dann seine Klasse mit zwei wichtigen Paraden und sicherte so den Punkt für seine Mannschaft.
Tim Danhof (Note 2): Früh auf Betriebstemperatur, war viel Spiel über seine rechte Seite konzentriert. Mehrere gefährliche Hereingaben fanden ihren Abnehmer, doch beim 0:1 fehlte er in der Rückwärtsbewegung komplett.
Raphael Schifferl (Note 3): Er erhielt den Vorzug vor Faßmann und hatte mit dem schnellen Abifade seine Mühe. Vor dem Führungstreffer der Mannheimer sah er nicht gut aus, verbesserte sich nach der Pause jedoch deutlich und klärte einige brenzlige Situationen.
Max Reinthalter (Note 2): Der Abwehrboss dirigierte seine Vorderleute, kam beim Führungstreffer aber zu spät. Ansonsten gewann er fast jeden Zweikampf und war in der Spieleröffnung mit langen Bällen in die Spitze ein wichtiger Faktor.
Mittelfeld und Angriff: Volland als treibende Kraft
Siemen Voet (Note 3): Der Belgier hatte eine unauffällige erste Halbzeit, hielt seine Seite aber weitestgehend im Griff. In der 67. Minute probierte er es aus der zweiten Reihe, doch der Ball flog über das Tor.
Clemens Lippmann (Note 4): Früh mit Glück, dass aus seinem Fehlpass kein Gegentor resultierte. In der zweiten Halbzeit deutlich aktiver, lieferte eine Top-Flanke auf Hobsch und scheiterte knapp aus der Distanz.
Samuel Althaus (Note 3): Er feierte sein Startelf-Debüt in der 3. Liga und warf sich mit einem gefährlichen Distanzschuss und vielen Zweikämpfen in die Partie. In der zweiten Hälfte leitete er eine Top-Chance durch eine starke Balleroberung ein – ein gelungenes Debüt.
Philipp Maier (Note 4): Ohne seinen weißen Turban kämpfte er sich durch die Partie, bereitete eine Topchance vor und hatte Glück, dass sein Blackout in der 68. Minute nicht bestraft wurde. In der zweiten Hälfte ließ seine Kondition jedoch nach.
Kevin Volland (Note 2): Der beste Löwe des Tages! Er probierte immer wieder mit gefährlichen Bällen in die Spitze, hatte eine Doppelchance auf den Ausgleich und bereitete Haugens Ausgleichstreffer mit starkem Einsatz vor. Seine halbe Flanke nach der Pause war brandgefährlich.
Patrick Hobsch (Note 4): Er nutzte seine Startelfchance nicht optimal, hatte kaum Bindung zum Spiel und scheiterte in der 54. Minute mit dem Kopf aus aussichtsreicher Position. In der zweiten Hälfte zeigte er sich etwas verbessert.
Sigurd Haugen (Note 3): Der Maskenmann der Sechzger hatte eine gemischte Partie. Er gehörte zu den aktivsten Spielern, vergab aber früh eine Chance und ließ nach der Pause eine Hundertprozentige liegen. In der 84. Minute traf er dann per Kopf zum verdienten Ausgleich – sein 12. Saisontor.
Einwechselspieler: Frischer Wind in der Schlussphase
Damjan Dordan (Note 3): Er kam in der 73. Minute ins Spiel und stabilisierte die Mittelfeldzentrale der Löwen.
David Philipp (Note 3): Nach seiner Einwechslung in der 73. Minute sorgte er für ordentlich Schwung in der Offensive.
Justin Steinkötter (Note 3): Kurz nach seiner Einwechslung lieferte er eine scharfe Hereingabe, belebte das Offensivspiel und warf sich mit vollem Einsatz in die Bälle rein, wie vor Haugens Ausgleichstreffer.
Insgesamt bleibt der TSV 1860 München mit einem Punkt zufrieden, muss aber an seiner Konstanz arbeiten, um in der 3. Liga weiter vorne mitzuspielen. Die Leistung von Kevin Volland gibt jedoch Anlass zur Hoffnung für die kommenden Spiele.



