Tuchels Wutausbruch nach Horror-Foul: Englands Trainer tobt gegen Schiedsrichter Jablonski
Thomas Tuchel war beim 1:1 Englands gegen Uruguay außer sich. Ein brutales Foul an Phil Foden und ein später Elfmeterpfiff sorgten für heftige Kritik am deutschen Schiedsrichter Sven Jablonski.
Horror-Foul an Foden löst Tuchels Zorn aus
In der 51. Minute des Testspiels holte Uruguays Verteidiger Ronald Araújo Englands Offensivspieler Phil Foden von den Beinen. Araújo traf den Manchester-City-Star mit der offenen Sohle oberhalb des linken Knöchels – ein durchaus rotwürdiges Foul. Foden blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen, konnte kurz weiterspielen, wurde aber in der 56. Minute durch Cole Palmer ersetzt.
Schiedsrichter Sven Jablonski zückte keine Karte, der VAR intervenierte nicht. Tuchel tobte an der Seitenlinie: „Tuchel ist völlig außer sich. Er findet, das war ein wirklich brutales Foul an Foden. Araújo kam viel zu spät und hat Foden erwischt. Er ist regelrecht durch ihn durchgegrätscht“, sagte Ex-England-Keeper Paul Robinson.
Später Elfmeterpfiff verschärft die Situation
Ironischerweise bekam Uruguay später einen Elfmeter zugesprochen – nach VAR-Eingriff. Wieder ärgerte sich Tuchel über Jablonskis Entscheidung. Nach Abpfiff beschwerte er sich mit Jude Bellingham beim Schiedsrichtergespann, bevor er empört in die Katakomben stapfte.
Auf der Pressekonferenz wütete Tuchel weiter: „Ich war überrascht, dass der VAR im Einsatz ist, denn ich dachte, er funktioniere nicht, da das Foul an Foden nicht einmal überprüft wurde.“ Besonders Araújo bekam sein Fett weg: „Es ist ein Freundschaftsspiel – ein Freundschaftsspiel! Und du gehst in so einen Zweikampf? Wozu? Was genau willst du damit beweisen?“
Spielverlauf und Experimente
Ben White brachte England in der 82. Minute in Führung, doch Federico Valverde glich in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt aus. Torjäger Harry Kane stand nicht im Kader, Tuchel hatte ein großes Aufgebot mit 35 Spielern nominiert. Im Mittelfeld debütierte James Garner vom FC Everton, James Trafford spielte erstmals im Tor.
Das Duell mit dem WM-Teilnehmer Uruguay nutzte Tuchel für Experimente, doch die Schiedsrichterentscheidungen überschatteten das Spiel. Tuchels Ärger war auch lange nach dem Abpfiff nicht verflogen – ein deutliches Zeichen für die angespannte Stimmung im englischen Lager.



