Schwerer Sturz überschattet EM-Qualifikationsspiel
Ein dramatischer Vorfall hat das U21-EM-Qualifikationsspiel zwischen der Türkei und Kroatien in Osijek überschattet. Der Trainer der türkischen U21-Nationalmannschaft, Egemen Korkmaz, stürzte nach einem Platzverweis gegen seinen Spieler und verlor dabei kurzzeitig das Bewusstsein. Der Unfall führte zu einer fast zweistündigen Unterbrechung der Partie.
Emotionale Reaktion endet mit Sturz
In der 34. Spielminute zeigte der Schiedsrichter dem türkischen Spieler Demir Ege Tıknaz die Gelb-Rote Karte. Der aufgebrachte Trainer Egemen Korkmaz beschwerte sich lautstark bei den Unparteiischen. Laut Medienberichten rutschte er anschließend aus, als er sich in seiner Erregung die Jacke ausziehen wollte, und schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf. Der 43-Jährige wurde sofort am Spielfeldrand vom medizinischen Team erstversorgt.
Spielunterbrechung und weitere Eskalation
Das Spiel musste nach dem Vorfall für fast zwei Stunden unterbrochen werden. Der türkische Fußballverband TFF teilte mit, dass Korkmaz wieder bei Bewusstsein sei und in ein Krankenhaus gebracht wurde. Nach der Fortsetzung der Partie verlor die Türkei mit 0:3 und kassierte in der Schlussphase zwei weitere Platzverweise, was die bereits angespannte Situation zusätzlich verschärfte.
Sportliche Konsequenzen
Mit dem Sieg übernahm Kroatien die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe von der Türkei. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die U21-EM-Endrunde 2027 in Albanien und Serbien. Für die türkische Mannschaft bedeutet die Niederlage einen Rückschlag im Kampf um die Teilnahme an der Europameisterschaft.
Egemen Korkmaz trainiert die türkische U21-Nationalmannschaft seit Mai 2025. Der Vorfall wirft Fragen nach dem Umgang mit emotionalen Situationen im Profifußball auf und unterstreicht die physischen Risiken, die auch für Trainer am Spielfeldrand bestehen können.



