UEFA leitet Disziplinarverfahren gegen Chelsea-Offensivspieler ein
Gegen den portugiesischen Fußballstar Pedro Neto vom FC Chelsea wird ein offizielles Ermittlungsverfahren der UEFA eingeleitet. Der Vorfall ereignete sich während des Champions-League-Achtelfinal-Hinspiels beim Titelverteidiger Paris Saint-Germain, das Chelsea mit 2:5 verlor.
Unangenehmer Zwischenfall in der Nachspielzeit
In der Nachspielzeit der Partie wollte der 26-jährige Offensivspieler einen Einwurf besonders schnell ausführen. Dabei rempelte er einen Balljungen derart heftig an, dass dieser über seinen Stuhl stürzte und unsanft zu Boden fiel. Der Vorfall wurde von Kameras festgehalten und löste umgehend Diskussionen aus.
Die europäische Fußball-Union ermittelt nun gemäß Artikel 15 der Disziplinarregeln wegen „unsportlichen Verhaltens“ gegen den Profi. Ein solches Verfahren kann je nach Schwere des Vergehens mit Geldstrafen oder sogar Spielsperren enden.
Neto entschuldigt sich mehrfach und schenkt Trikot
Pedro Neto zeigte sich im Nachgang reumütig. Im Interview mit TNT Sports erklärte er: „Ich habe gesehen, dass ich ihn verletzt habe, und ich möchte mich bei dem Balljungen entschuldigen. So bin ich normalerweise nicht. Es war in der Hitze des Gefechts.“ Der Spieler betonte, sich „ungefähr 35-mal entschuldigt“ zu haben.
Als Geste der Wiedergutmachung überreichte Neto dem betroffenen Balljungen nach dem Spiel sein persönliches Trikot. Diese symbolische Entschädigung ändert jedoch nichts am offiziellen Ermittlungsverfahren der UEFA, das nun seinen formalen Gang gehen muss.
Mögliche Konsequenzen für den Chelsea-Star
Die Disziplinarkommission der UEFA wird nun alle Umstände des Vorfalls prüfen. Dabei werden sowohl die Schwere des Zwischenfalls als auch das nachträgliche Verhalten des Spielers berücksichtigt. Experten erwarten eine Entscheidung innerhalb der kommenden Wochen, die für Netos weitere Teilnahme an der laufenden Champions-League-Saison entscheidend sein könnte.
Der FC Chelsea hat sich bisher nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert. Beobachter vermuten jedoch, dass der Verein intern mit dem Spieler gesprochen hat, um solche Vorkommnisse in Zukunft zu vermeiden.



