Katalonien-Rundfahrt: Heftige Winde verhindern Berg-Gipfeltreffen der Stars
Das erste große Kräftemessen der Top-Stars bei der Katalonien-Rundfahrt ist buchstäblich dem Wind zum Opfer gefallen. Heftige Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde machten die geplante Bergankunft in 2.143 Metern Höhe in Vallter unmöglich. Die vierte Etappe des prestigeträchtigen Radrennens musste daher auf 151 Kilometer verkürzt werden und endete bereits in Camprodòn.
Verkürzte Etappe und unerwarteter Sieger
In Camprodòn sicherte sich der Brite Ethan Vernon überraschend den Tagessieg. Die hochkarätige Konkurrenz um Florian Lipowitz, Jonas Vingegaard, Remco Evenepoel und Oscar Onley konnte ihr geplantes Duell in den Bergen nicht austragen. Diese Kletterpartien gelten als wichtiger Formtest, genau 100 Tage vor dem Start der Tour de France.
Am Mittwoch hatten sich Evenepoel und Vingegaard bereits mit einer spektakulären Attacke in Szene gesetzt. Ihr Ausreißversuch wurde jedoch jäh gestoppt, als Evenepoel im letzten Kreisverkehr stürzte. Trotz dieses Rückschlags ging der belgische Doppel-Olympiasieger am Donnerstag wieder an den Start und behauptet seinen Platz in der Gesamtwertung.
Gesamtwertung und Ausblick
In der Gesamtwertung liegt Evenepoel aktuell auf dem dritten Rang, hinter dem zweifachen Etappensieger Dorian Godon aus Frankreich. Florian Lipowitz befindet sich mit nur geringem Rückstand in Schlagdistanz und hofft auf bessere Bedingungen in den kommenden Tagen.
Am Freitag und Samstag bieten sich den Rundfahrt-Stars weitere Gelegenheiten, sich in den Bergen zu messen. Die Etappen enden dann am Coll de Pal und in Santuari de Queralt, wo die Fahrer hoffentlich unter besseren Wetterbedingungen antreten können. Die Katalonien-Rundfahrt bleibt damit spannend und unberechenbar.



