Was für ein Nachmittag in Köpenick! Union Berlin liegt gegen Köln 0:2 zurück und zeigt dann unter Trainerin Marie-Louise Eta (34) eine echte Moral-Show. Dank einer Aufholjagd retten die Eisernen beim 2:2 ihren ersten Punkt unter Eta. Damit ist der befürchtete Rutsch in den Abstiegskampf so gut wie verhindert.
Etas erstes Fazit
„Wir können heute glücklich sein, nach dem 2:0 noch so zurückgekommen zu sein“, zieht Eta nach Abpfiff ihr erstes Fazit. „Die Jungs haben ihr Herz auf dem Platz gelassen. Auch nach dem 0:1 haben sie gelebt und die zweite Halbzeit wollten wir für uns entscheiden. Dann kommt natürlich das 0:2, was verdaut werden musste. Mit einer tollen Aktion hat sich die Mannschaft aber am Ende belohnt.“
Goldenes Händchen von Eta
Ein verdienter Punkt für die Köpenicker! Auch, weil Eta goldenes Händchen bewiesen hat. In der 58. Minute wird Livan Burcu (21) eingewechselt und trifft in der 89. Minute mit einem 104-km/h-Ball traumhaft zum 2:2. Für den Offensivmann ist es der erste Saisontreffer nach 16 Spielen ohne Tor. Eine Erlösung! Nach seiner Sprunggelenksverletzung kämpft Burcu in Köpenick weiter um seinen Durchbruch, und dieser Treffer könnte endlich der Knotenlöser sein.
Systemwechsel wird belohnt
Eta sagt zum Traumtor, das ihr den ersten Liga-Punkt bescherte: „Ich freue mich für Livan. Er hat im Training gezeigt, dass er für solche Momente da sein kann, mit viel Kreativität und Abschlussqualität. Schön, dass er sich heute belohnen konnte.“ In der 58. Minute kam nicht nur Torschütze Burcu aufs Feld, sondern mit ihm die Umstellung auf die Viererkette, die dem nervösen Unioner Spiel mehr Stabilität verlieh. Eta: „Die Wechsel und Umstellungen haben frische Impulse gebracht.“ Ein Schachzug, der voll aufgeht.
Blick auf die Konkurrenz
Und jetzt heißt es: Zittern auf der Couch! Am Sonntag schauen die Eisernen gespannt auf die Konkurrenz. Es spielen St. Pauli (Platz 16) gegen Mainz und Wolfsburg (Platz 17) gegen Freiburg. Sollten beide Abstiegskandidaten gewinnen, muss Union weiter bangen. Patzen die Konkurrenten, ist der Klassenerhalt so gut wie perfekt. Eta bleibt trotzdem fokussiert: „Wir sind erst mal glücklich über den Punkt, aber wissen auch, dass es noch nicht vorbei ist.“



