Union Berlin zu Sexismus-Debatte: Kirche im Dorf lassen
Union Berlin: Kirche im Dorf lassen nach RB-Post

Union Berlin hat nach der Sexismus-Debatte um einen Social-Media-Beitrag von RB Leipzig zur Besonnenheit aufgerufen. Der Mediendirektor der Köpenicker, Christian Arbeit, äußerte sich vor dem Bundesliga-Duell bei den Sachsen und betonte, dass man den Post nicht als problematisch empfunden habe.

RB-Leipzig-Post sorgt für Wirbel

RB Leipzig hatte auf einen Beitrag von Union Berlin reagiert, in dem die Köpenicker Hinweise für den Stadionbesuch beim ungeliebten Konkurrenten mit den Worten „Also an Leipzig selbst liegt’s ja nicht - schon ne schöne Stadt ...“ versehen hatten. Die Leipziger posteten daraufhin Bilder, die Union-Trainerin Marie-Louise Eta mit RB-Spielern und Ex-Trainer Marco Rose zeigten, und schrieben: „Eure Cheftrainerin fand nicht nur die Stadt ganz schön …“ Einige Nutzer warfen RB daraufhin Sexismus vor.

Union: Nicht als Missachtung verstanden

Unions Kommunikations-Geschäftsführer Christian Arbeit sagte bei Sky: „Es ist uns gar nicht so sehr aufgestoßen. Wir sind dann schon auch ein bisschen dafür, die Kirche auch mal im Dorf zu lassen.“ Er wies darauf hin, dass Eta die Bilder selbst veröffentlicht hatte. „Männer und Frauen, wenn sie zusammenarbeiten, werden auch zusammen auf Bildern zu sein. Social Media darf auch immer ein bisschen Frotzelei sein, gerade im Fußball. Man foppt sich gegenseitig, das machen viele Vereine, bevor sie aufeinandertreffen.“ Arbeit ergänzte: „Ich habe den RB-Post ehrlicherweise nicht als Missachtung verstanden. Da hatten wir ganz andere Kommentare und ganz andere Themen in den Kommentarspalten die letzten Tage.“

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RB Leipzig weist Sexismus-Vorwürfe zurück

RB Leipzig betonte: „Sexismus hat bei RB Leipzig keinen Millimeter Platz. Wir freuen uns sehr auf die Rückkehr von Marie-Louise Eta, die 2022 bei RB Leipzig hospitiert und ihre Zeit im Club anschließend in einer Foto-Collage auf Social Media dokumentiert hat.“ Der Verein hatte diese Collage vom 1. Januar 2023 erneut veröffentlicht.

Marie-Louise Eta war nach der Trennung von Steffen Baumgart zur ersten Cheftrainerin in der Bundesliga ernannt worden. Ihr erstes Spiel unter ihrer Leitung hatten die Köpenicker zu Hause gegen den VfL Wolfsburg verloren.

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