Der Ausbau der Alten Försterei nimmt immer konkretere Formen an. Präsident Dirk Zingler (61) hat angekündigt, dass Union Berlin zur Saison 2027/28 vorübergehend ins Olympiastadion umziehen muss. Die Bauphase für die Stadionerweiterung soll rund 15 Monate dauern. Bereits vor drei Jahren wichen die Männer bei großen Champions-League-Spielen in die Heimspielstätte von Hertha BSC aus. Doch was passiert mit den Frauen? Klar ist: Mit durchschnittlich 8.000 Fans pro Bundesligaspiel wäre das Olympiastadion viel zu groß. Deshalb sucht Union nach Alternativen.
Gespräche mit Lichtenberg 47
Laut "Berliner Zeitung" soll Zingler bereits beim Hans-Zoschke-Stadion in Lichtenberg angefragt haben. Demnach laufen Gespräche mit den Verantwortlichen um Präsident Michael Grunst (56). Normalerweise trägt der Oberligist SV Lichtenberg 47 dort seine Heimspiele aus. Das Stadion bietet Platz für 9.900 Fans. Allerdings müsste die Anlage modernisiert werden. Aktuell fehlen ausreichend sanitäre Anlagen, und der Rasen ist in die Jahre gekommen.
Der Försterei-Plan im Detail
Geplant ist ein Ausbau in zwei Stufen: Der neue Stadionbau wird zwar direkt für 40.500 Zuschauer ausgelegt, zunächst darf Union aber nur mit 34.500 Plätzen starten, weil die Verkehrsanbindung rund um die Alte Försterei aktuell nicht mehr hergibt. Erst wenn Infrastruktur und Gutachten nachziehen, soll die volle Kapazität freigegeben werden. Dazu kommen neue Funktionsgebäude, ein Klubhaus statt Container-Lösungen und zusätzliche Gastroflächen. Ein Park- und Buskonzept mit Shuttles soll den Individualverkehr reduzieren. Die Umsetzung der Baupläne soll rund 15 Monate dauern. Die Rückkehr nach Köpenick ist dann für die Saison 2028/29 vorgesehen. Aktuell spielt Union mit einer Sondergenehmigung, da das Stadion An der Alten Försterei mit seinen 3.617 Sitzplätzen von insgesamt 22.021 Plätzen immer noch nicht bundesligatauglich ist.



