Überraschende WM-Chance für zurückgetretenen Union-Torwart
Die Nachricht sorgt in der Fußballwelt für großes Aufsehen: Frederik Rönnow, der eigentlich seit November 2024 aus der dänischen Nationalmannschaft zurückgetreten war, wurde überraschend für das entscheidende WM-Play-off-Halbfinale gegen Nordmazedonien nominiert. Der 33-jährige Torwart von Union Berlin hatte seine internationale Karriere nach nur zehn Einsätzen seit seinem Debüt 2016 beendet, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können.
Verletzungsnot zwingt zu unerwarteter Rückkehr
Die Situation in Dänemarks Torwartposition ist angespannt. Sowohl der etatmäßige Stammkeeper Kasper Schmeichel (39) als auch die Nummer zwei Filip Jörgensen (23) sind verletzt ausgefallen. Nationaltrainer Brian Riemer sah sich daher gezwungen, den eigentlich zurückgetretenen Rönnow um Hilfe zu bitten. Nach intensiven Gesprächen mit seiner Familie sagte der Union-Keeper zu.
Riemer äußerte sich gegenüber DR Sporten: „Wir hatten einen super Dialog, und was mir natürlich am meisten gefällt, ist, dass Frederik Dänemark in einer Situation helfen will, in der wir ihn brauchen.“ Rönnow selbst hatte seinen Rücktritt Ende 2024 mit familiären Prioritäten begründet: „Ich bin jetzt Vater von zwei Kindern und mit der Nationalmannschaft anderthalb bis zweieinhalb Monate im Jahr weg. Da wollte ich andere Prioritäten setzen.“
Offenes Duell um den Torwartplatz
Ob Rönnow oder Mads Hermansen (25) von West Ham United im entscheidenden Spiel gegen Nordmazedonien am 26. März in Kopenhagen im Tor stehen wird, ist noch unklar. Sollte Dänemark gewinnen, würde das Team am 31. März auswärts gegen Tschechien oder Irland um das begehrte WM-Ticket spielen.
Für Rönnow wäre dies bereits die dritte WM-Teilnahme, nachdem er 2018 in Russland und 2022 in Katar jeweils ohne Einsatz im Kader stand. Interessant ist auch die Verletzungssituation von Kasper Schmeichel, der aufgrund einer Schulterverletzung sogar sein Karriereende in Betracht ziehen muss.
Zweiter Union-Star mit WM-Ambitionen
Rönnow ist bereits der zweite Spieler von Union Berlin, der in jüngster Zeit internationale Aufmerksamkeit erregt. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Rani Khedira künftig für Tunesien auflaufen wird. Damit könnten gleich zwei Union-Stars bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko 2026 vertreten sein.
Die überraschende Nominierung Rönnows zeigt, wie schnell sich Situationen im Profifußball ändern können und wie wichtig erfahrene Spieler in entscheidenden Momenten sind. Für den Union-Torwart ergibt sich nun die unerwartete Chance, doch noch eine bedeutende Rolle in Dänemarks Nationalmannschaft zu spielen.



