US-Shutdown legt WM-Sicherheitsvorbereitungen lahm
In weniger als 80 Tagen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten. Doch der anhaltende Haushaltsstreit in Washington droht, die umfangreichen Sicherheitsvorbereitungen für das Mega-Event massiv zu gefährden. Der sogenannte "Shutdown" könnte damit nicht nur die Sicherheit für die erwarteten fünf Millionen Zuschauer bei 78 Spielen in elf US-Metropolen beeinträchtigen, sondern im Extremfall sogar die gesamte WM ins Wanken bringen.
Kritische Behörden arbeiten ohne Bezahlung
Der Konflikt zwischen den Demokraten und der Regierung von US-Präsident Donald Trump über Reformen bei der Abschiebebehörde ICE hat bereits zu einer fast sechswöchigen Haushaltssperre für weite Teile des Ministeriums für Heimatschutz geführt. Essenzielle Bundesbeamte der Flughafensicherheitsbehörde TSA, des Katastrophenschutzes FEMA und der US-Küstenwache arbeiten seit Wochen ohne Bezahlung, während der Rest des Personals in Zwangsurlaub geschickt wurde.
Die Auswirkungen sind bereits jetzt deutlich spürbar: An Flughäfen wie dem Hartsfield-Jackson International Airport in Atlanta bilden sich Warteschlangen von bis zu fünf Stunden. Dieses Chaos gefährdet die sorgfältig geplanten Sicherheitsmaßnahmen für die WM, die den größten Besucheransturm in der Geschichte der Vereinigten Staaten erwarten wird.
23 Heimatschutz-Einheiten betroffen
Praktisch alle 23 betroffenen Einheiten des Heimatschutzministeriums haben kritische Funktionen bei der Vorbereitung des größten Sportereignisses der Welt. Ihre Koordination läuft normalerweise bei der "White House FIFA Task Force" zusammen, doch nun liegen zahlreiche Maßnahmen auf Eis:
- Geplante Sicherheits-Upgrades und Trainingseinheiten der angeschlagenen TSA wurden gestoppt
- Schutzmaßnahmen gegen möglichen Drohnenterror und wichtige Sicherheitsanalysen sind gefährdet
- Trainingstermine für Einsatzkräfte wurden abgesagt
- Cyberabwehr-Einheiten arbeiten nur noch im Notbetrieb
- Die Küstenwache ist besonders stark betroffen: 75 Prozent des zivilen Personals sind im Zwangsurlaub, zudem fehlen Mittel für Ausrüstung und Training
Experten warnen vor gefährlichen Sicherheitslücken
Sicherheitsexperten in den USA schlagen Alarm: Ohne eine schnelle Einigung im Kongress drohen gefährliche Lücken beim Schutz der Millionen Fußballfans aus aller Welt. Vor allem an den Flughäfen könnten kritische Sicherheitsrisiken entstehen, wenn die Behörden weiterhin mit reduzierter Kapazität arbeiten müssen.
Am Kapitol in Washington wirken beide Seiten jedoch weiterhin eingegraben. Mehrere Versuche zur Finanzierung der Behörden sind zuletzt gescheitert, und mit der bevorstehenden zweiwöchigen Osterpause des Senats könnte sich die Situation weiter verschärfen. Die Uhr tickt für die Sicherheitsvorbereitungen einer Weltmeisterschaft, die bereits jetzt unter schwierigsten politischen Vorzeichen steht.



