VAR-Sabotage in Münster: Täter weiterhin unbekannt - DFB-Verfahren eingeleitet
VAR-Sabotage in Münster: Täter weiterhin unbekannt

VAR-Sabotage in Münster: Täter weiterhin nicht identifiziert

Im Zusammenhang mit der Sabotage an einem Videobeweis-Monitor durch einen vermummten Fan gibt es beim Fußball-Zweitligisten Preußen Münster weiterhin keine konkreten Informationen über den Verursacher. Wichtige Erkenntnisse konnten zwar gewonnen werden, doch der Täter selbst blieb bislang unerkannt, teilte der Verein aus Westfalen mit. Die Klubführung arbeitet eigenen Angaben zufolge intensiv an der vollständigen Aufklärung des bedauerlichen Vorfalls.

Spielunterbrechung durch schwarzen Bildschirm

Beim Zweitliga-Spiel gegen Hertha BSC am vergangenen Sonntag im Preußen-Stadion wollte Schiedsrichter Felix Bickel kurz vor der Halbzeitpause auf dem Monitor am Spielfeldrand ein mögliches Foul des Münsteraners Niko Koulis am Berliner Spieler Michael Cuisance im Strafraum überprüfen. Der Bildschirm blieb jedoch komplett schwarz, weil ein Preußen-Fan kurz zuvor die Kabelverbindung des Geräts eigenmächtig getrennt hatte. Im Fanblock der Heimmannschaft wurde zeitgleich ein Banner mit der provokativen Aufschrift „Dem VAR den Stecker ziehen“ präsentiert.

Geplante Aktion ohne Geräteschaden

Laut offiziellen Clubmitteilungen verlief die Sabotageaktion extrem schnell und zielgerichtet. Der in diesem Bereich postierte Ordner sowie die Mitarbeiter des technischen Dienstleisters hatten leider keine realistische Möglichkeit, die Situation in der extrem kurzen Zeitspanne zu erkennen und angemessen zu reagieren. Ein materieller Schaden an dem Videobeweis-Gerät sei glücklicherweise nicht entstanden. Um weitere Vorfälle zu verhindern, wurde umgehend zusätzliches Ordnerpersonal zur Absicherung der Technik abgestellt.

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DFB leitet offizielles Verfahren ein

Der Deutsche Fußball-Bund reagierte prompt auf den Vorfall und teilte mit, dass wegen dieser Sabotage sowie aufgrund abgebrannter Pyrotechnik im Stadion der DFB-Kontrollausschuss ein offizielles Verfahren gegen Preußen Münster eingeleitet hat. Der westfälische Verein entschuldigte sich umgehend bei Schiedsrichter Felix Bickel und Videoassistentin Katrin Rafalski für die unangemessene Störung des Spielablaufs.

Die Ermittlungen zur Identität des Täters laufen auf Hochtouren, doch bisher tappt der Verein bei der Suche nach dem Verantwortlichen noch im Dunkeln. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Videobeweis-Technik wurden bereits deutlich verstärkt, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

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