VAR-Entscheidung sorgt für Aufruhr: Galatasaray-Tor von Leroy Sané aberkannt
Im türkischen Titelrennen ist es zu einer kontroversen Szene gekommen, die für erhebliche Aufregung sorgt. Bei der 0:2-Niederlage von Galatasaray Istanbul bei Aufsteiger Konyaspor wurde ein Treffer von Nationalspieler Leroy Sané in der 49. Spielminute nach VAR-Einsatz zurückgenommen. Die Entscheidung des Schiedsrichters Atilla Karaoglan löste einen Sturm der Entrüstung beim Rekordmeister aus.
Toraberkennung nach VAR-Überprüfung
Der deutsche Nationalspieler hatte nach Vorlage von Ex-Bayern-Profi Sacha Boey scheinbar die Führung für Galatasaray erzielt. Doch nach längerer Überprüfung durch den Video-Assistenten entschied Schiedsrichter Karaoglan, das Tor nicht anzuerkennen. Als Begründung wurde angeführt, dass Boey sich im Abseits befunden und zudem einen Gegenspieler behindert haben soll.
Galatasaray spricht von "Skandal"
Noch am Abend der Partie veröffentlichte Galatasaray ein scharf formuliertes Statement, in dem der Klub die Entscheidung massiv kritisierte. "Das reguläre Tor, das Galatasaray im Spiel gegen Konyaspor erzielt hat, wurde trotz der eindeutigen Bestimmungen der Abseitsregel aberkannt", heißt es in der offiziellen Stellungnahme. Weiter führt der Verein aus: "Dies ist ein Skandal, der für den türkischen Fußball inakzeptabel ist."
Besonders brisant: Galatasaray wirft dem VAR-Schiedsrichter Davut Dakul Celik vor, ein fanatischer Anhänger des direkten Titelkonkurrenten Fenerbahce Istanbul zu sein. Der Klub behauptet, diese Voreingenommenheit habe die Entscheidung beeinflusst und nicht nur das Spielergebnis, sondern auch das Vertrauen in die Fairness der gesamten Liga beschädigt.
Sportliche Konsequenzen für das Titelrennen
Die Niederlage trifft Galatasaray im Meisterschaftskampf hart. Nach Treffern von Adil Demirbag in der 75. Minute und Blaz Kramer in der 81. Minute sicherte sich Konyaspor den Heimsieg. Nach 23 Spieltagen steht Galatasaray nun bei 55 Punkten und muss befürchten, dass Verfolger Fenerbahce Istanbul mit einem Sieg am Montag gegen Kasimpasa gleichziehen könnte.
Die Pleite bei Konyaspor kommt überraschend, hatte Galatasaray doch erst Mitte der Woche in der Champions League mit einem beeindruckenden 5:2-Heimsieg gegen Juventus Turin für Furore gesorgt und damit den Grundstein für den Einzug ins Achtelfinale gelegt. Leroy Sané war in jenem Spiel in der 70. Minute eingewechselt worden.
Ausblick auf wichtige Champions-League-Partie
Nun muss sich der türkische Meister schnell von der Liga-Niederlage erholen, denn bereits am Mittwoch steht das Rückspiel bei Juventus Turin in der Champions League an. Es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft auf die kontroverse Niederlage bei Konyaspor reagieren wird und ob die Aufregung um die VAR-Entscheidung zusätzliche Motivation für die wichtige Europapokal-Partie liefern kann.
Die Diskussion um die Schiedsrichterentscheidung und die scharfe Kritik von Galatasaray dürften den türkischen Fußball noch länger beschäftigen und die Debatte um den Einsatz von Video-Assistenten im Profifußball weiter anheizen.



