Verballerer des Jahres: Unions Reaktion auf Ilics verpasste Riesenchance
Verballerer des Jahres: Unions Reaktion auf Ilics Fehlschuss

Verballerer des Jahres: So reagierte Union auf Ilics verpasste Riesenchance

Es war der Verballerer des Jahres – und möglicherweise der entscheidende Moment, in dem Union Berlin bei der 2:3-Niederlage in Hamburg endgültig die Kontrolle über das Spiel verlor. Kurz vor der Halbzeitpause bot sich Andrej Ilic (25) eine Riesenchance auf das 2:1. Das Tor stand komplett leer, doch der Ball ging knapp vorbei. Eine größere Torgelegenheit bekommt man im Profifußball kaum geboten.

„Klarer wird es nicht mehr“, sagte Union-Trainer Steffen Baumgart (54) nach dem Spiel über diese entscheidende Szene. Solche Momente können Partien komplett kippen. Und gerade in der aktuellen Phase, in der Union seit sieben Spielen auf einen Sieg wartet, erweisen sie sich als besonders fatal. Statt mit einer Führung in die Kabine zu gehen, mussten die Eisernen plötzlich einem Rückstand hinterherlaufen.

Baumgarts Vertrauen in Ilic

Trotz des eklatanten Fehlschusses ließ Baumgart Ilic auch in der zweiten Halbzeit auf dem Platz. Der Trainer begründete diese Entscheidung ausführlich: „Ich glaube, es wäre genau das Falsche gewesen, ihn rauszunehmen. Uns ist allen absolut klar, dass das ein Ding ist, das rein muss – das weiß auch er selbst. Wir haben Andrej nicht runtergenommen, nicht weil er das Tor nicht gemacht hat, sondern weil er bis zu diesem Zeitpunkt exzellent gearbeitet hat.“

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Auch Union-Kapitän Christopher Trimmel (38) stellte sich nach der Partie hinter seinen Mitspieler. „Er ist schon lange im Fußballgeschäft, mit ihm musst du jetzt kein psychologisches Gespräch führen. Er weiß genau, dass ihm in dieser Situation nur Tore weiterhelfen“, erklärte Trimmel. „Für mich ist es nicht schlimm, dass er das Tor nicht gemacht hat. Der darauf folgende Konter war aus meiner Sicht noch schlechter von uns verteidigt.“

Die Reaktion nach dem Fehlschuss

Entscheidend sei vor allem gewesen, wie Ilic auf den verpassten Treffer reagierte. Trimmel betonte: „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass du nach so einer Aktion weitermachst und dann noch ein Tor erzielst. Das spricht schon sehr für ihn, das muss man unbedingt betonen. Ich hoffe, dass dieser Treffer heute ein Stück weit der Dosenöffner für ihn war.“

Tatsächlich verkürzte Ilic in der Schlussphase noch auf 3:2 – sein erstes Saisontor überhaupt. Auch Trainer Baumgart zeigte sich beeindruckt von der Reaktion seines Stürmers: „In der zweiten Halbzeit hat er alles reingeworfen, hatte zwei, drei Kopfball-Möglichkeiten und belohnte sich am Ende. Er holte vorher noch den Elfmeter raus, hätte den aus meiner Sicht auch schon früher bekommen müssen. Er zeigte weiterhin seine Qualitäten. Trotzdem bleibt klar: So eine Szene beeinflusst ein Spiel mehr als deutlich.“

Und eines steht fest: Ilics verpasste Riesenchance wird in jedem Bundesliga-Rückblick der Saison zu sehen sein – als Lehrstück darüber, wie einzelne Momente über Sieg und Niederlage entscheiden können.

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