Erneut Verdi-Streik: Anreise-Chaos droht vor Bayern-Champions-League-Spiel
Verdi-Streik: Anreise-Chaos vor Bayern-Spiel

Erneuter Verdi-Streik bedroht Anreise zum Bayern-Heimspiel

Den Fans des FC Bayern München droht zum zweiten Mal innerhalb von nur fünf Wochen ein massives Anreise-Chaos bei einem Heimspiel. Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch erneut Streiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angekündigt, die in der bayerischen Landeshauptstadt ab 11 Uhr beginnen sollen. Damit ist das hochkarätige Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Bergamo am Mittwochabend um 21 Uhr massiv betroffen.

U6 als kritische Verbindung zur Allianz Arena

Für die Anreise zur Allianz Arena sind die Fans normalerweise auf die U-Bahn-Linie U6 angewiesen. Genau diese U-Bahnen werden jedoch vom angekündigten Streik ebenso betroffen sein wie Tram und Busse. Bereits am 11. Februar hatte ein Verdi-Streik vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig für erhebliche Verkehrsprobleme gesorgt. Damals konnte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit einem Sonderbetrieb auf der U6-Strecke die schlimmsten Auswirkungen abfedern.

Ungewissheit über möglichen Sonderbetrieb

Bisher wurde jedoch noch kein Notfall-Plan für den kommenden Mittwoch veröffentlicht. Es bleibt fraglich, ob der FC Bayern und die MVG erneut einen Sonderbetrieb einrichten können und dürfen. Nach dem letzten Sonderfahrplan gab es nämlich Kritik, dass der deutsche Rekordmeister und seine Fans eine Sonderbehandlung erhalten würden, während Pendler und andere ÖPNV-Nutzer auf dem Weg zur Arbeit leer ausgingen.

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Die entscheidende Frage lautet: Werden diese kritischen Stimmen Auswirkungen auf die Situation vor dem Bergamo-Spiel haben?

Erinnerung an den erfolgreichen Sonderbetrieb im Februar

Beim letzten Streik hatte die Kooperation zwischen Bayern und der MVG die Anreise für die Fans dennoch weitgehend ermöglicht. Die U6 fuhr vom Marienplatz Richtung Fröttmaning, der Haltestelle der Allianz Arena, im etwa 3-Minuten-Takt. Die Bahnhöfe entlang der Strecke waren für den Zustieg geöffnet. Zusätzlich wurde der Bus-Transfer ab der S-Bahn-Haltestelle Donnersbergerbrücke aufgestockt – dieser fuhr zur U6-Station Kieferngarten, von wo aus es zu Fuß zur Arena ging.

Nach der Partie fuhr der Bus-Shuttle bei Bedarf auch direkt zum Karlsplatz/Stachus. Vom Parkplatz des FC-Bayern-Campus an der Ingolstädter Straße waren zusätzliche Shuttle-Busse im Einsatz, wobei dort kostenfreies Parken mit Voranmeldung über die Bayern-Homepage möglich war.

Ohne Sonder-U6 droht totales Chaos

Es steht fest: Dass die Anreise vor dem Leipzig-Spiel halbwegs geordnet ablief, lag ausschließlich am Sonderbetrieb der MVG. Sollte dieser nun am Mittwoch vor der Bergamo-Partie nicht eingerichtet werden, müssen sich alle Fans auf ein totales Anreise-Chaos einstellen. Die Alternative wäre, dass Tausende von Besuchern auf individuelle Verkehrsmittel umsteigen, was zu massiven Staus und Parkplatzproblemen in der Umgebung der Allianz Arena führen würde.

Die Gewerkschaft Verdi setzt mit ihren Streikankündigungen weiterhin auf Druckmittel in den laufenden Tarifverhandlungen. Für die Fußballfans bedeutet dies jedoch erhebliche Unsicherheit und zusätzlichen Stress vor einem der wichtigsten Spiele der Saison. Die Verantwortlichen von FC Bayern und MVG stehen nun vor der schwierigen Aufgabe, eine Lösung zu finden, die sowohl den berechtigten Interessen der Gewerkschaft als auch den Anforderungen eines reibungslosen Spielbetriebs gerecht wird.

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