Vermeijs Blitz-Doppelpack: Fast hätte er Dynamo-Legende Dörner überholt
Vermeijs Blitz-Doppelpack: Fast Rekord gegen Dynamo-Legende

Blitzstart mit historischem Beigeschmack: Vermeijs Doppelschlag begeistert Dresden

In einem furiosen Auftakt erzielte Vincent Vermeij beim 3:1-Heimsieg von Dynamo Dresden gegen Darmstadt 98 den schnellsten Doppelpack seiner gesamten Karriere. Innerhalb von nur zwei Minuten traf der 31-jährige Stürmer zweimal und beendete damit seine persönliche Torflaute im Jahr 2026. Doch trotz des gefeierten Matchwinner-Status blieb nach dem Spiel ein Hauch von Wehmut.

Verpasste Chance auf historischen Hattrick

„Ich habe ein bisschen gezögert, zu wem ich da abspielen soll. Vielleicht hätte ich den Ball mitnehmen und mit links direkt schießen sollen“, gab Vermeij nach dem Spiel selbstkritisch zu. Tatsächlich hätte der Niederländer kurz vor der Halbzeitpause sogar ein drittes Tor erzielen können. „Dann wäre es einer der schnellsten Hattricks der Geschichte gewesen. Und das auch noch mit Kopf, rechts und links. Das ging mir in der Halbzeitpause schon durch den Kopf.“

Ein dritter Treffer in nur vier Minuten hätte tatsächlich historische Dimensionen gehabt. Damit wäre Vermeij sogar an der Dynamo-Legende Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner vorbeigezogen, der 1972 im Punktspiel der DDR-Oberliga gegen Stahl Riesa einen Hattrick in acht Minuten erzielte. Vermeij hätte diesen bis heute gültigen Vereinsrekord um sensationelle fünfzig Prozent unterboten!

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Statistische Spitzenposition trotzdem gesichert

Auch mit seinem tatsächlich erzielten Doppelpack schreibt sich Vermeij in die Geschichtsbücher des Vereins ein. Dynamos Chef-Statistiker Ronny Günther erklärt: „Seit der Wende war nur einer schneller: Torsten Gütschow traf 1997/98 beim 3:0 gegen Hertha Zehlendorf in der sechsten und siebenten Minute.“ In der 2. Bundesliga zieht Vermeij mit Akaki Gogia gleich, der im Mai 2017 beim 4:3-Sieg in Karlsruhe ebenfalls innerhalb von zwei Minuten doppelt traf.

Bescheidene Einschätzung trotz Torerfolg

Kurioserweise zeigte sich der Doppeltorschütze trotz seiner entscheidenden Treffer bescheiden: „In meinen Augen habe ich in diesem Jahr schon bessere Spiele gemacht, aber eben nicht getroffen. Es tat schon brutal gut, dass es mal wieder geklappt hat. Und so ein wichtiger Dreier zu Hause fühlt sich einfach geil an.“

Die drei Punkte waren für Dynamo Dresden von besonderer Bedeutung, da der Verein damit erstmals seit Ende November wieder die Abstiegs- und Relegationsränge verlassen konnte. „Ich schaue ehrlich gesagt nicht so oft auf die Tabelle. Jetzt kann man das aber schon mal machen“, lacht Vermeij. „Wir wissen aber, dass wir noch ein paar Dreier brauchen...“

Der Sieg gegen Darmstadt markiert einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt und zeigt, dass Dynamo Dresden mit Spielern wie Vincent Vermeij über gefährliche Offensivwaffen verfügt. Die fast erreichte historische Leistung des Stürmers wird den Fans noch lange in Erinnerung bleiben und unterstreicht das Potenzial der Mannschaft in der entscheidenden Phase der Saison.

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