Nach Hinspiel-Klatsche gegen Bayern: VfB-Boss Wohlgemuth warnt vor Ohnmachtsanfall
Im Hinspiel kassierte der VfB Stuttgart gegen Bayern München eine derbe 5:0-Klatsche. Hier hatte Ramon Hendriks (24) im Zweikampf das Nachsehen gegen Michael Olise (24).
Bayerns Offensiv-Gala macht VfB wenig Hoffnung
Bayerns beeindruckende Offensiv-Gala gegen Real Madrid (4:3) dürfte den Abwehrspielern des VfB Stuttgart wenig Hoffnung gemacht haben. Einmal mehr in dieser Saison zeigte sich die Münchner Torfabrik offensiv auf allerhöchstem Niveau. Dass die bayerische Offensive in einer eigenen Liga spielt, bekamen die Stuttgarter schon im Hinspiel zu spüren: An der 5:0-Klatsche hatten alle Beteiligten lange zu knabbern. Folgt am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) nun die ersehnte Revanche?
VfB-Boss Fabian Wohlgemuth (47) warnt eindringlich vor dem Rückspiel am Sonntag: „Das Hinspiel war eher ein Ohnmachtsanfall unsererseits, bei dem von den fünf Gegentoren keines zu viel war.“ Die Marschrichtung für das Spitzenspiel ist klar: „Der Anspruch ist in jedem Falle erst einmal der, es besser und ambitionierter anzugehen als noch im Dezember des letzten Jahres. Ich bin ziemlich sicher, dass viele unserer Spieler darauf brennen, den entstandenen Eindruck von damals zu korrigieren. Große motivatorische Künste werden ganz sicher nicht nötig sein.“
VfB mit Horror-Bilanz gegen Bayern
Den Extra-Kick an Motivation dürfte die aktuelle Ausgangslage geben. Sollte Verfolger Borussia Dortmund am Samstag nicht gewinnen, könnte Tabellenführer Bayern München am Sonntag die vorzeitige Meisterschaft feiern. Stuttgart will in diesem Szenario den Party-Crasher spielen und verhindern, nicht wie im Mai 1997 durch eine Niederlage (damals 4:2) Bayern zum Meister zu machen.
Der VfB Stuttgart will aber vor allem für die eigenen sportlichen Ziele punkten. Im Kampf um die begehrte Champions-League-Qualifikation wäre ein Auswärtssieg in München ein echtes Ausrufezeichen. Gegen ein solches Ergebnis spricht allerdings die ernüchternde Bilanz der letzten Jahre. Aus den vergangenen 31 direkten Duellen holte Stuttgart gegen die Münchner nur zwei Siege und zwei Remis.
Hoeneß: „Warum sollte uns das nicht gelingen?“
Trainer Sebastian Hoeneß (43) zeigt sich trotz der schwierigen Ausgangslage optimistisch: „Der Respekt vor Bayern ist natürlich da. Aber trotzdem: Uns ist dieses Jahr in Leverkusen gelungen, eine kleine Negativ-Serie zu brechen (4:1/zuvor elf Spiele ohne Sieg). Warum sollte uns das nicht auch in München gelingen?“
Die Stuttgarter müssen ihre defensive Schwäche aus dem Hinspiel dringend korrigieren, während sie gleichzeitig die gefährliche Bayern-Offensive im Zaum halten müssen. Die Münchner haben in dieser Saison erneut bewiesen, dass sie zu den besten Angriffsformationen Europas gehören.
Für den VfB Stuttgart geht es am Sonntag nicht nur um Punkte, sondern auch um mentale Stärke und die Fähigkeit, aus schweren Niederlagen zu lernen. Die 5:0-Klatsche aus dem Hinspiel lastet noch immer auf den Schultern der Spieler, die nun beweisen müssen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt haben.



