VfB-Fans favorisieren Leverkusen als Finalgegner trotz angespannter Beziehungen
Am Donnerstag steht für den VfB Stuttgart das entscheidende Halbfinale im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg auf dem Programm. Sollte der schwäbische Bundesligist diese Hürde nehmen, wartet im Finale am 23. Mai in Berlin ein wahrer Kracher. Bereits am Mittwoch treten Bayern München und Bayer Leverkusen im anderen Halbfinale aufeinander, um den zweiten Finalteilnehmer zu ermitteln.
Die Leverkusen-Option: Sportlich machbarer, aber emotional aufgeladen
Aus sportlicher Sicht erscheint die Werkself als der machbarere Gegner für ein mögliches Finale. Allerdings hat sich das Duell zwischen Stuttgart und Leverkusen in den vergangenen Jahren zu einem der spannendsten und kontroversesten Aufeinandertreffen im deutschen Fußball entwickelt. Nach fast jedem Spiel gab es Zoff und Diskussionen, was Sportdirektor Fabian Wohlgemuth bereits als "besondere Rivalität" bezeichnete.
Interessanterweise drücken viele VfB-Fans dennoch Leverkusen die Daumen für das Halbfinale gegen Bayern. Der Grund ist einfach: Gegen die Münchner hatte Stuttgart in dieser Saison in zwei Ligapartien nicht den Hauch einer Chance und verlor mit 2:9 Toren deutlich. Ein Finale gegen Bayern würde die Titelchancen deutlich schmälern.
Ein Kreis könnte sich schließen
Sollte es tatsächlich zum Finale zwischen Stuttgart und Leverkusen kommen, könnte sich ein besonderer Kreis schließen. In dieser Spielzeit gelang dem VfB unter Trainer Sebastian Hoeneß im achten Anlauf endlich der erste Sieg gegen die Rheinländer - ein deutliches 4:1. Dies könnte als gutes Omen für ein mögliches Finale gewertet werden.
Für die Fans wäre ein solches Finale besonders reizvoll, da sich die beiden Mannschaften bereits am 9. Mai in der Bundesliga gegenüberstehen würden. Ein "kleines Derby", wie es Leverkusens Robert Andrich einmal nannte, würde sich dann innerhalb von zwei Wochen gleich zweimal entscheiden.
Wohlgemuth warnt vor voreiligen Gedanken
Stuttgarts Sportdirektor Fabian Wohlgemuth will sich jedoch nicht auf Spekulationen über mögliche Finalgegner einlassen. Gegenüber Medien betonte er: "Ganz offen gestanden ist das für mich ein Thema, mit dem ich mich aktuell gar nicht beschäftige. Wenn wir Pokalsieger werden wollen, können wir niemandem ausweichen. Unser einziges Thema ist Freiburg."
Der 47-Jährige fügte hinzu: "Darauf und nur darauf müssen wir unsere volle Konzentration richten. Mit einem möglichen Finale und den dann möglichen Gegnern befassen wir uns, wenn wir die beim besten Willen nicht zu unterschätzende Hürde, SC Freiburg, genommen haben."
Die Aussagen des Sportbosses zeigen, dass die Verantwortlichen beim VfB Stuttgart mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Zuerst gilt es, das Halbfinale gegen den SC Freiburg zu gewinnen - erst dann kann über mögliche Finalgegner und die besondere Rivalität zu Leverkusen sinniert werden.



