VfB Lübeck verzichtet nach Ausschreitungen auf Fanbegleitung bei Auswärtsspiel
VfB Lübeck: Keine Fans bei Auswärtsspiel nach Krawallen

VfB Lübeck schließt eigene Fans nach gewalttätigen Vorfällen aus

In einer bemerkenswerten Entscheidung hat der VfB Lübeck bekannt gegeben, dass das Regionalliga-Auswärtsspiel bei der FSV Schöningen am Freitagabend ohne jegliche Fanbegleitung der Lübecker stattfinden wird. Der Verein aus der Hansestadt verzichtet damit freiwillig auf Unterstützung durch eigene Anhänger, nachdem es bei der vorherigen Heimpartie zu schweren Ausschreitungen gekommen war.

Kein Gästeblock und keine Tageskasse im Elmstadion

Wie der VfB Lübeck in einer offiziellen Mitteilung erklärte, wird es im Stadion der FSV Schöningen weder einen speziellen Block für Gästefans noch eine Tageskasse für spontane Besucher aus Lübeck geben. Der Verein hatte diese Maßnahme selbst vorgeschlagen, und der Gastgeber aus der Nähe von Braunschweig sei dieser Empfehlung gefolgt. „Eine Anreise aus Lübeck nach Schöningen ist daher zwecklos“, betonte der Club in seiner Stellungnahme.

Hintergrund: Schwere Ausschreitungen nach HSV-II-Spiel

Der drastische Schritt erfolgt als direkte Reaktion auf gewalttätige Vorfälle nach dem Regionalliga-Heimspiel des VfB Lübeck gegen die zweite Mannschaft des Hamburger SV am vergangenen Freitag. Nach der 0:2-Niederlage der Lübecker war es zu massiven Ausschreitungen gekommen, bei denen laut Polizeiangaben mehr als 50 Personen in eine Schlägerei verwickelt waren. Sechs Menschen erlitten dabei leichte Verletzungen, darunter nach Angaben des VfB auch unbeteiligte Zuschauer, die zufällig in die Gewalt geraten waren.

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Verein verurteilt Gewalt und ermöglicht Ticketrückgabe

Der VfB Lübeck hatte die Vorfälle bereits am Mittwoch scharf verurteilt und sich deutlich von jeglicher Form von Gewalt distanziert. „Der Besuch eines Fußballspiels muss für alle Beteiligten jederzeit sicher und friedlich möglich sein“, erklärte der Verein. Als Konsequenz aus den Ereignissen können bereits für das Auswärtsspiel in Schöningen gekaufte Tickets nun auf der Geschäftsstelle des VfB Lübeck zurückgegeben werden. Diese Maßnahme soll verhindern, dass Fans trotz des offiziellen Verzichts auf Fanbegleitung eigenständig nach Schöningen reisen.

Die Entscheidung des Viertligisten markiert einen ungewöhnlichen Schritt im deutschen Fußball, bei dem ein Verein freiwillig auf die Unterstützung durch eigene Anhänger verzichtet, um weitere Gewaltausbrüche zu verhindern und ein Zeichen gegen Hooliganismus zu setzen. Der VfB Lübeck betonte in seiner Kommunikation, dass die Sicherheit aller Beteiligten oberste Priorität habe und man nicht bereit sei, weitere Risiken einzugehen.

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