VfB Stuttgart erklimmt mit klarem Auswärtssieg den dritten Tabellenplatz
Im beeindruckenden Schwaben-Duell der Bundesliga hat der VfB Stuttgart einen wichtigen Schritt in Richtung Champions League gemacht. Mit einem deutlichen 5:2 (3:0)-Sieg beim FC Augsburg kletterten die Stuttgarter zum Abschluss des 27. Spieltags auf den dritten Tabellenrang und festigten ihre Position im Spitzenfeld der Liga.
Deniz Undav in herausragender Verfassung
Die Schlüsselfigur des Abends war einmal mehr Nationalstürmer Deniz Undav. Der Angreifer traf zum sechsten Bundesliga-Spiel in Serie und erzielte mit einem Doppelpack (12./58.) seine Saisontore 17 und 18. Drei Tage nach dem Europa-League-Aus in Porto zeigte der VfB eine überzeugende Reaktion und demonstrierte seine Offensivstärke.
Neben Undav sorgten Tiago Tomás (29.), Nikolas Nartey (31.) und Ermedin Demirovic (83.) für den souveränen Auswärtssieg. Für Augsburg trafen Fabian Rieder (57.) und Anton Kade (72.), doch diese Treffer konnten die klare Niederlage nicht verhindern.
Tabellensituation und Rekorde
Der Sieg bringt dem VfB Stuttgart einen komfortablen Vorsprung von drei Punkten auf die Verfolger RB Leipzig und TSG Hoffenheim. Auf Tabellenführer Bayer Leverkusen, der in Heidenheim nur 3:3 spielte, beträgt der Rückstand nun sieben Punkte.
Der VfB stellte zudem einen bemerkenswerten Klubrekord ein: Zum 18. Mal in Folge trafen die Stuttgarter in einem Bundesliga-Auswärtsspiel und egalisierten damit die Bestmarke aus den Jahren 1984 und 1985.
Augsburgs Serie reißt
Für den FC Augsburg bedeutet die Niederlage das Ende einer beeindruckenden Heimserie. Achtmal in Folge hatte der FCA in der heimischen WWK Arena nicht verloren – nun kassierte das Team von Trainer Manuel Baum die erste Heimpleite unter seiner Leitung und die dritte Niederlage in Serie.
Trainer Baum hatte sein Team vor dem Spiel mit bildhaften Worten motiviert: „Wir lieben ja Bretter, egal, wie dick sie sind. Es gibt verschiedene Bohrer. Den Bohrer müssen wir auf scharf stellen, wir brauchen da eine Schlagbohr-Maschine.“ Doch gegen den überlegenen VfB fanden die Augsburger keine Mittel, um diese Strategie umzusetzen.
Spielverlauf und taktische Anpassungen
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hatte sein Team im Vergleich zum Europa-League-Spiel in Porto auf fünf Positionen verändert. Diese Rotation zahlte sich aus: Die Stuttgarter kontrollierten das Spiel von Beginn an und ließen den Gastgebern kaum Raum für eigene Akzente.
Nach der frühen Führung durch Undav erhöhten Tomás und Nartey noch vor der Pause auf 3:0. Augsburg zeigte nach der Halbzeit eine verbesserte Leistung und kam durch Rieder und Kade zweimal zum Anschlusstreffer, doch jedes Mal antwortete der VfB prompt – zuletzt durch Undavs Vorlage für Demirovic zum 5:2.
Die Länderspielpause beginnt für den VfB Stuttgart damit in bester Position, während der FC Augsburg die Unterbrechung nutzen muss, um aus der negativen Serie zu finden.



