VfB Stuttgart empört über Porto-Provokationen: Undav zählt 37 Schwalben
VfB Stuttgart empört über Porto-Provokationen im Europa League-Hinspiel

VfB Stuttgart empört über Porto-Provokationen: Undav zählt 37 Schwalben

Nach dem 1:2 im hitzigen Achtelfinal-Hinspiel der Europa League haben sich die Spieler des VfB Stuttgart massiv über die Spielweise des FC Porto aufgeregt. Die Portugiesen setzten auf massive Zeitverzögerungstaktiken, die bei den Schwaben für großen Unmut sorgten.

Undavs deutliche Kritik an Schiedsrichter und Gegner

Deniz Undav, der im Spiel den Anschlusstreffer für den VfB erzielte, äußerte sich beim TV-Sender RTL äußerst kritisch: „Sie haben bei jedem Ball versucht, Zeitspiel zu machen. Ich glaube, der Linksverteidiger lag 37 Mal auf dem Boden wegen der gleichen Aktion.“ Der WM-Kandidat zeigte sich besonders verärgert über das Verhalten des Schiedsrichters: „Dass der Schiri kaum durchgegriffen hat oder erst ab der 70., 80. Minute ist auch ein Witz, vor allem weil wir ihm das 100 Mal gesagt haben.“

Porto hatte in der ersten Halbzeit binnen nur sechs Minuten zwei Fehler in der Stuttgarter Defensive mit zwei Toren bestraft und anschließend demonstrativ vor den VfB-Fans gejubelt. Im weiteren Spielverlauf unterbanden die Gäste systematisch jeden Spielfluss durch wiederholte Unterbrechungen.

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Stillers Verwunderung über Porto-Verhalten

Auch Mittelfeldstratege Angelo Stiller zeigte sich verwundert über das Auftreten der Portugiesen: „Ich habe selten so was erlebt. Ich weiß nicht, ob sie es nötig haben.“ Der Taktgeber gab sich jedoch ebenso wie Undav selbstkritisch und verwies auf die eigenen Fehler: „Wir haben zwei Fehler gemacht, das wissen wir. Am Donnerstag wollen wir keine machen.“

Am kommenden Donnerstag muss der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga in Porto gewinnen, um den Einzug ins Viertelfinale der Europa League noch zu schaffen. Trotz der schwierigen Ausgangslage nach der Heimniederlage gibt sich der VfB kämpferisch und zuversichtlich.

Mittelstädt kündigt kämpferische Reaktion an

Im Rückspiel müsse der VfB laut Undav „genauso eklig sein, genauso provozieren“ und sich „nicht alles gefallen lassen“. Der Stürmer zeigte sich überzeugt von den eigenen Fähigkeiten: „Dann kannst du gegen die gewinnen. Fußballerisch sind sie nicht besser als wir.“

Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt kündigte an, dass das Team nach den emotionalen Erlebnissen vom Donnerstagabend „mit Wut im Bauch“ nach Portugal reisen werde. Die Enttäuschung über die Niederlage soll in positive Energie für das entscheidende Rückspiel umgewandelt werden.

Zuerst Leipzig, dann Porto

Zunächst muss die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß jedoch die Enttäuschung aus der Europa League für die Bundesliga abschütteln. Am Sonntagabend (19.30 Uhr/DAZN) geht es gegen RB Leipzig um wichtige Punkte für die angestrebte Champions-League-Qualifikation. Erst danach kann sich der VfB voll und ganz auf das entscheidende Duell in Portugal konzentrieren.

Die Stuttgarter stehen vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits müssen sie in der Bundesliga die Spitzenplätze verteidigen, andererseits gilt es, das 1:2 aus dem Hinspiel in der Europa League auszugleichen. Die Provokationen des FC Porto haben dabei für zusätzliche Motivation gesorgt, die das Team nun in Leistung ummünzen will.

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