VfB Stuttgart: Hoeneß erklärt Arévalo-Aus aus Europa-League-Kader
Der VfB Stuttgart hat eine überraschende Entscheidung getroffen: Winter-Neuzugang Jeremy Arévalo (20) wurde nicht für den Europa-League-Kader nominiert. Trainer Sebastian Hoeneß (43) gab am Mittwoch die Gründe für diesen Schritt bekannt.
Begrenzte Plätze und Anpassungsphase
Hoeneß erklärte: „Wir können nur eine begrenzte Anzahl an Spielern auf die Liste setzen. Da sind die anderen aktuell ein Stück weiter. Jeremy kommt aus einer anderen Liga, anderen Kultur. Wir hatten natürlich gehofft, dass es ein bisschen schneller geht. Trotzdem wussten wir, dass es so eine Situation geben kann.“
Der junge Stürmer wechselte im Winter für sieben Millionen Euro vom spanischen Zweitligisten Racing Santander zum VfB Stuttgart. Bisher kam er jedoch kaum zum Zug: Nur 17 Spielminuten und ein Assist stehen in seiner Bilanz. Meistens sitzt Arévalo auf der Bank, obwohl er im Training stets Vollgas gibt.
WM-Hoffnungen und internationale Ambitionen
Die Situation ist für Arévalo besonders brisant, da er in diesem Jahr auch um sein WM-Ticket für Ecuador kämpft. Nach acht Toren in 18 Spielen für Santander feierte er im November sein Länderspieldebüt gegen Kanada (0:0). Ecuador ist Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft am 25. Juni.
Die Entwicklung des Talenten war zwar teilweise erwartbar, dennoch überraschte die Entscheidung, ihn nicht für den Europa-League-Kader zu berücksichtigen. Der VfB Stuttgart setzt damit auf erfahrenere Spieler, während Arévalo weiter an seiner Integration in die Mannschaft und die deutsche Fußballkultur arbeitet.



