VfB Stuttgart: Demirovics späte Tore stärken Moral vor Europa-League-Highlight in Glasgow
VfB Stuttgart: Späte Tore stärken Moral vor Glasgow-Trip

VfB Stuttgart setzt auf späte Tore und starke Moral vor Europa-League-Highlight

Der VfB Stuttgart hat erneut seine Comeback-Qualitäten unter Beweis gestellt. Mit einem 3:1 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Köln setzten die Schwaben ein deutliches Zeichen, dass mit ihnen bis zum Schluss zu rechnen ist. Ermedin Demirovic wurde mit seinem Doppelpack zum späten Erfolgsgaranten und stärkte damit die Moral des Teams vor dem wegweisenden Europa-League-Spiel bei Celtic Glasgow am Donnerstag.

Hoeneß erinnert sich an Vizemeister-Saison

Trainer Sebastian Hoeneß zeigte sich nach dem turbulenten Schlussspurt beeindruckt von der Mentalität seiner Mannschaft. „Der Glaube ist jetzt da“, erklärte der 43-Jährige und erinnerte dabei an die famose Vizemeister-Saison vor zwei Jahren. „Irgendwann verselbständigt sich so was möglicherweise, dann hast du das Gefühl, es hat ja schon mal geklappt.“ Diese positive Grundstimmung könnte sich als entscheidender Trumpf für die anstehenden Herausforderungen erweisen.

Ob die Last-Minute-Erfolge den VfB wie 2024 zurück in die Champions League führen können, bleibt zwar offen. Doch die Stuttgarter haben bewiesen, dass sie dem Druck standhalten können, nachdem die Konkurrenten um die Qualifikation für die Königsklasse vorgelegt hatten.

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Starke Reaktion nach Rückschlägen

Das Spiel gegen Köln entwickelte sich nach einem dominanten Start der Stuttgarter mit Demirovics Führungstor in der 15. Minute zunehmend offener. In der zweiten Halbzeit fehlte dem Team nach Hoeneß' Einschätzung Dynamik und Aktivität. „Wir haben es zu kompliziert gemacht“, räumte der Trainer ein.

Die Schwaben machten es sich tatsächlich spannender als nötig. Erst nach dem Ausgleich durch Ragnar Ache in der 79. Minute erlösten Demirovic (84.) und Deniz Undav (90.+2) den VfB. Undav verspeiste nach seinem Schlusspunkt zum 3:1 im Stehen eine Portion Nudeln, während Matchwinner Demirovic neben ihm den „Charakter“ des Teams hervorhob.

Last-Minute-Trend setzt sich fort

Sportvorstand Fabian Wohlgemuth nannte die Breite im Kader und die „Wucht“ der Einwechselspieler wie Vorlagengeber Ramon Hendriks als Gründe für die späten Tore. „Das ist die Dynamik in der Gruppe, die eben funktioniert“, erläuterte er.

Der Last-Minute-Wahnsinn wiederholt sich im neuen Jahr mit bemerkenswerter Regelmäßigkeit. In vier der fünf Auftritte seit Weihnachten - inklusive des Europapokal-Sieges gegen Bern (3:2) - fiel das Siegtor erst in den Schlussminuten. Auf seine Heimstärke kann sich der Pokalsieger dabei verlassen: 26 von 33 möglichen Punkten sammelten die Stuttgarter vor eigenem Publikum.

Demirovic: Vom Verletzten zum Matchwinner

Für Ermedin Demirovic ist die Entwicklung besonders erfreulich. Der bosnische Nationalstürmer hatte sich reingehauen und aufgeopfert, wie Wohlgemuth betonte. Seine Fußverletzung hat der Torjäger hinter sich gelassen und war bereits beim 1:0 gegen den SC Freiburg vor zwei Wochen zum umjubelten Siegtorschützen aufgestiegen.

„Er hat mir den Arsch gerettet“, meinte Undav angesichts seiner vergebenen riesigen Chance schon nach 70 Sekunden gegen Köln. Demirovic selbst freut sich jetzt auf das besondere Spiel im Celtic Park in Glasgow. „Der Respekt ist da, aber ich glaube, wir können da mit einer breiten Brust auftreten“, sagte der Stürmer mit Blick auf das Europa-League-Playoff-Hinspiel.

Im Rückspiel am 26. Februar entscheidet sich, ob der VfB seinen Weg im internationalen Wettbewerb im Achtelfinale fortsetzen kann. Die Moral aus den späten Erfolgen könnte dabei zum entscheidenden Faktor werden.

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