Doppelschlag für den VfL Wolfsburg: Frauen-Boss Kellermann kündigt Abschied an
Ein katastrophales Wochenende für den VfL Wolfsburg gipfelt in einer weiteren Hiobsbotschaft. Während die Männer in der Bundesliga gegen Augsburg verloren und tiefer in den Abstiegskampf rutschten, verspielten die Frauen mit einer Niederlage beim FC Bayern die letzte Meisterschaftschance. Doch der eigentliche Schock folgte nach dem Spiel in München.
Der Architekt des Erfolgs geht
Nach Informationen der BILD teilte Sportlicher Leiter Ralf Kellermann (57) intern mit, dass er den VfL Wolfsburg im Sommer nach 18 Jahren verlassen wird. Der erfolgreiche Frauen-Boss sucht demnach eine neue Herausforderung, wobei ein Wechsel zu einem ausländischen Top-Klub im Gespräch ist.
Der Abschied kommt völlig überraschend, denn Kellermann gilt als der Architekt eines der erfolgreichsten Frauen-Teams der vergangenen zwei Jahrzehnte in Europa. 2008 begann er als Trainer in Wolfsburg, wechselte später auf den Manager-Posten und baute aus einer mäßig erfolgreichen Mannschaft die internationale Nummer 1.
Eine beispiellose Erfolgsgeschichte
Die Krönung dieser Entwicklung war das historische Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions-League-Sieg im Jahr 2013. Insgesamt gewann Kellermann mit dem VfL Wolfsburg beeindruckende 20 Titel:
- Sieben deutsche Meisterschaften
- Elf DFB-Pokalsiege
- Zwei Champions-League-Triumphe
Seine Transferpolitik war legendär: Kellermann holte Nationalmannschafts-Ikonen wie Alexandra Popp, Nadine Keßler, Lena Goeßling, Almuth Schult, Jule Brand und Lena Oberdorf nach Niedersachsen. Ebenso verpflichtete er internationale Weltstars wie Ewa Pajor, Pernille Harder, Caroline Hansen und Nilla Fischer.
Eine Ära geht zu Ende
Damit gilt Ralf Kellermann nicht nur als einer der erfolgreichsten, sondern auch als einer der einflussreichsten Manager im internationalen Frauenfußball. Sein Abschied markiert das Ende einer Ära für den VfL Wolfsburg, der nun nicht nur sportlich, sondern auch personell vor großen Herausforderungen steht.
Die Nachricht trifft den zweimaligen Champions-League-Sieger der Frauen in einer ohnehin schwierigen Phase. Während die Männer um den Klassenerhalt kämpfen, müssen die Frauen nun nicht nur die verpasste Meisterschaft verarbeiten, sondern auch den Verlust ihres langjährigen Erfolgsarchitekten.



