Völler bekräftigt: Nagelsmann bleibt bis EM 2028 Bundestrainer
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat klargestellt, dass ein Abschied von Bundestrainer Julian Nagelsmann nach der Fußball-Weltmeisterschaft überhaupt kein Thema ist. Beim TV-Sender Sky am Rande des DFB-Pokalspiels in Leverkusen äußerte sich Völler eindeutig zu seiner eigenen Position und der Zukunft des Trainers.
Feste Zusage bis zur Europameisterschaft 2028
„Ich mache es nur noch bis 2028 in meiner Funktion, das ist sicher“, sagte Völler zu seiner eigenen Rolle beim Deutschen Fußball-Bund. Mit Blick auf Nagelsmann fügte er hinzu: „Auch beim DFB sind sie total zufrieden, wie Julian das macht. Was nach der EM 2028 wird, das kann ich noch nicht sagen bei ihm. Bis 2028 aber auf jeden Fall.“ Diese Aussage beendet Spekulationen, dass Nagelsmann trotz laufenden Vertrages nach der WM in den Vereinsfußball zurückkehren könnte.
Verteidigung gegen Kritik an Personalentscheidungen
Völler kann nicht nachvollziehen, dass der Coach immer wieder für seine Personal-Entscheidungen kritisiert wird. „Julian ist ein Top-Trainer. Der ist total empathisch. Ich weiß, wie er mit den Spielern umgeht. Was Besseres kann man sich nicht wünschen“, betonte der Sportdirektor. Er verteidigte Nagelsmann ausdrücklich gegen jüngste Kritik, insbesondere im Zusammenhang mit den Diskussionen um den Stuttgarter Deniz Undav.
Rüffel für Matthias Sammer
Zuletzt hatte Ex-Europameister Matthias Sammer in der Sky-Sendung „Sammer & Basile - der Hagedorn-Talk“ Kritik an Nagelsmann geäußert. Sammer monierte, dass Nagelsmann seine Ehefrau Lena Wurzenberger in die Diskussion um Undav einbezogen hatte. Nagelsmann hatte seine kritischen Aussagen über Undav nach dem 2:1 gegen Ghana bereut und sich entschuldigt, wobei er angab, die Aussprache sei auch auf das Feedback seiner Partnerin zurückzuführen gewesen.
Völler rüffelte Sammer für diese Kritik: „Da hat er natürlich definitiv nicht recht. Wenn das die Probleme sind bei uns in Deutschland, wenn der Bundestrainer mit seiner Frau mal was bespricht.“ Der Sportdirektor verwies auf historische Beispiele: „Ich erinnere immer gerne an Otto Rehhagel, ohne seine Beate hat er keinen Transfer gestemmt. Ich glaube, selbst Berti Vogts hat damals auf seine Frau gehört, Oliver Bierhoff mit zur EM zu nehmen 1996.“
Diese Stellungnahme unterstreicht die volle Unterstützung des DFB für Nagelsmann und betont die Kontinuität in der Trainerposition bis mindestens zur Europameisterschaft 2028. Die klaren Worte Völlers sollen mögliche Zweifel an der Zukunft des Bundestrainers ausräumen und die Einheit im Verband demonstrieren.



