Völler bekräftigt Vertrauen in Baumann, lässt Neuer-Tür einen Spalt offen
Die Diskussionen um eine mögliche Rückkehr von Rekordtorwart Manuel Neuer in die deutsche Fußballnationalmannschaft nehmen weiter Fahrt auf. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat nun in einem Interview klare Worte gefunden, die jedoch Raum für Interpretationen lassen.
Baumann erhält klare Rückendeckung
Vor dem Pokal-Halbfinale zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern äußerte sich der 66-jährige Sportdirektor bei Sky ausführlich zur Torwartfrage. „Oliver Baumann hat sich das total verdient“, betonte Völler und verwies auf die starke Saison des Hoffenheim-Keepers. „Er ist sehr zuverlässig und dem sollten wir vertrauen“, fügte der ehemalige Nationalspieler hinzu und schien damit das Thema zunächst abzuhaken.
Das eine Wort, das Hoffnung macht
Doch auf Nachfrage von Moderator Sebastian Hellmann, ob Neuer definitiv nicht bei der anstehenden Weltmeisterschaft 2026 im Tor stehen werde, kam die entscheidende Einschränkung. „Normalerweise nicht“, erklärte Völler. Welche außergewöhnlichen Umstände ein Comeback des 40-jährigen Torhüters doch ermöglichen könnten, ließ der DFB-Sportdirektor bewusst offen.
Manuel Neuer hatte nach der Heim-Europameisterschaft im Sommer 2024 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Bislang schloss der Bayern-Keeper ein Comeback für die WM kategorisch aus. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann machte in der Vergangenheit keine Hoffnungen auf eine Rückkehr des Rekordnationalspielers.
Die besondere Stellung Neuers
Völler würdigte in seinen Aussagen die historische Bedeutung des langjährigen Stammkeepers: „Manuel Neuer ist sicherlich der beste Torwart, den der Planet in den letzten 50 Jahren gesehen hat.“ Diese außergewöhnliche Wertschätzung unterstreicht, warum selbst nach dem offiziellen Rücktritt Spekulationen über ein mögliches Comeback nicht verstummen.
Die Situation bleibt damit spannend: Während Oliver Baumann als klare Nummer eins bestätigt wurde, bleibt durch Völlers Formulierung eine minimale Resthoffnung für Neuer-Anhänger bestehen. Die kommenden Monate bis zur WM 2026 werden zeigen, ob es tatsächlich „nicht normale“ Umstände geben könnte, die eine Rückkehr des Rekordkeepers doch noch möglich machen.



