Vuskovic führt HSV zum wichtigen Auswärtssieg in Wolfsburg
Der Hamburger SV hat mit einem 2:1-Erfolg beim VfL Wolfsburg einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Bundesliga gemacht. Entscheidend dafür war die überragende Leistung des 18-jährigen Kroaten Luka Vuskovic, der von Teamkollegen und Trainer frenetisch gefeiert wurde.
„Ein Phänomen“: Teamkollegen schwärmen von jungem Talent
Nach dem Schlusspfiff sprang Mittelfeldspieler Giorgi Gotscholeischwili vor den mehr als 10.000 mitgereisten HSV-Fans auf den breiten Rücken von Vuskovic. Der junge Innenverteidiger blieb stabil und feierte einfach weiter mit dem Teamkollegen auf seinem Rücken. „Er ist ein Phänomen“, schwärmte Nicolai Remberg nach dem Spiel. „Ich würde gern sagen, er ist ein Weltstar, aber dazu ist er noch zu jung. Ich bin einfach happy, dass ich das erleben darf.“
Albert Sambi Lokonga ergänzte: „Es ist wirklich verrückt, wie viele Bälle er in der Luft bekommt.“ Alle Beteiligten waren sich einig, dass der HSV ohne seinen jungen Innenverteidiger diesen wichtigen Sieg nicht erreicht hätte.
Zwei Elfmeter und soziales Gespür
Beide Elfmeter für die Norddeutschen wurden nach Fouls an Vuskovic gepfiffen. Der Teenager nahm die Verantwortung selbst in die Hand und verwandelte zum zwischenzeitlichen 1:1. Es war sein fünftes Saisontor – kein Innenverteidiger in Europas Top-Ligen kann da mithalten.
Noch beeindruckender zeigte sich Vuskovic in der 55. Minute, als er auf die Ausführung des nächsten Strafstoßes verzichtete und Jean-Luc Dompé den Ball überließ. Der Franzose, der zuletzt nach einer Alkohol-Fahrt suspendiert worden war, verwandelte zum 2:1. „Ich wollte, dass er trifft, weil er alles gegeben hat“, erklärte Vuskovic seine Entscheidung.
Defensivstärke und besondere Bindung zum HSV
In der Schlussphase demonstrierte der Rechtsfuß auch defensiv seine Klasse. Nahezu jeder lange Ball landete auf dem Kopf des 1,95 Meter großen Verteidigers. Trainer Merlin Polzin zeigte sich begeistert: „Luka ist ein absoluter Gewinnertyp, sein Fleiß ist herausragend.“
Die Herzen der HSV-Fans fliegen dem Supertalent längst zu. Kein Trikot ist auf der Tribüne so oft zu sehen wie das mit der Nummer 44. Diese Zahl hat besondere Bedeutung, da sein aufgrund von Doping gesperrter Bruder Mario ebendiese Nummer trug. Polzin betonte: „Die Vuskovic-Familie hat extrem viel mit dem HSV zu tun.“
Unbändiger Siegeswille und Zukunftsperspektiven
Vuskovics unbändiger Siegeswille zeigt sich besonders in Momenten des Scheiterns. Erst am Mittwoch hatte er in der Nachspielzeit gegen Leverkusen mit einem Kopfball an die Latte das 1:1 verpasst und danach frustriert den Pfosten getroffen. Bereits zu Saisonbeginn hatte er sich nach einer verpassten Chance gegen Heidenheim mehrere Finger gebrochen, als er ebenfalls den Pfosten traf.
Nun hoffen die HSV-Fans, dass ihr „Weltstar“ auch in der kommenden Saison für Hamburg spielt. Vuskovic ist aktuell von Tottenham Hotspur ausgeliehen, und der HSV würde den jungen Kroaten unbedingt behalten wollen. Sein Vertrag läuft noch bis November, und die Verantwortlichen arbeiten intensiv an einer Verlängerung des Leihgeschäfts oder sogar einem festen Transfer.



