Wagner: „Die rammeln gegen den Ball wie die Irren“
Sandro Wagner hat nach dem Ende seines Engagements beim FC Augsburg eine neue Leidenschaft für den italienischen Fußball entdeckt. Der 38-jährige Ex-Profi gab in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung Einblicke in seine aktuelle Faszination für die Serie A.
„Ich schaue extrem viel Fußball, analysiere Mannschaften, zurzeit fasziniert mich die Serie A in Italien. Ich kann mir stundenlang nur Abwehrketten anschauen“, erklärte Wagner. Besonders angetan hat es ihm dabei der Verein Como 1907, der vom früheren spanischen Mittelfeldstar Cesc Fàbregas trainiert wird. Das Team liegt in der Serie A auf Europapokalkurs und verpasste zuletzt den Finaleinzug in der Coppa Italia gegen Inter Mailand nur knapp.
Wagner schwärmt von Como und Fàbregas
„Ich finde es herausragend, was er gerade in Como mit vielen jungen Spielern leistet“, sagte Wagner über die Arbeit von Fàbregas. „In Como sieht man diese perfekte Mischung: Die rammeln gegen den Ball wie die Irren, aber sie haben auch Ideen mit Ball.“
Neben Fàbregas beobachtet Wagner auch die Arbeit von Gian Piero Gasperini (AS Rom) und Roberto De Zerbi (Tottenham Hotspur) genau. De Zerbi habe in „seiner Zeit bei Brighton das Spiel aus der Abwehr heraus ein bisschen revolutioniert“, so Wagner.
Was seine eigene Zukunft als Trainer betrifft, macht sich der ehemalige Assistent von Bundestrainer Julian Nagelsmann keinen Druck. „Wenn was passt, lege ich los, und wenn nicht, dann nicht“, erklärte Wagner. Der frühere Angreifer, der unter anderem für den FC Bayern stürmte, hatte im Sommer beim FC Augsburg seinen ersten Job als Cheftrainer in der Bundesliga angetreten. Doch schon Ende November erfolgte die Trennung. Im Interview sprach er auch über die lehrreiche Zeit und schlug reflektierte Töne an.



