Leipzigs Sportchef erklärt MLS-Start: Warum Werners Explosion keine Überraschung ist
Timo Werner (30) wechselte im Winter von RB Leipzig zu den San Jose Earthquakes in der amerikanischen Major League Soccer (MLS). Zwei Spiele, zwei Siege, zwei Torvorlagen – sein Start in den USA hätte kaum besser laufen können. Dies, obwohl er bei seinem Ex-Klub RB Leipzig in dieser Saison zuvor nur auf drei Kurzeinsätze über insgesamt 14 Minuten kam.
Direkter Impact trotz fehlender Vorbereitung
Für die San Jose Earthquakes könnte Werner in der Nacht von Sonntag auf Montag (0 Uhr, deutsche Zeit) gegen Seattle erstmals in der Startelf stehen. Warum sein sofortiger Erfolg keine Überraschung ist, weiß Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer (41). Er erklärt: „Wir alle freuen uns sehr für Timo, dass der Start in den USA so gut lief. Er hat sich bei uns über Wochen fit gehalten, daher war uns klar, dass er auch direkt einen Impact haben kann.“
Nachdem der Wechsel in die USA Ende Januar offiziell war, musste sich der frühere Nationalspieler (57 Länderspiele) wegen Visa-Angelegenheiten zunächst weitere vier Wochen gedulden, bis er wirklich über den großen Teich fliegen durfte. Zwar verpasste er so die Vorbereitung seines neuen Klubs, trainierte aber bis dahin voll auf Bundesliga-Niveau bei RB Leipzig mit.
Persönliche Erfahrungen und neue Energie
Dass der Rekord-Torjäger der Sachsen (113 Treffer) auf Anhieb so explodiert, hat aber auch einen anderen Grund, den Schäfer einst selbst erlebt hat. 2017 wechselte der frühere Linksverteidiger von Wolfsburg zum amerikanischen Zweitligisten Tampa Bay. „Wenn du etwas Neues beginnst, den Kopf frei hast und dich auf dieses Abenteuer freust, setzt das natürlich Kräfte frei. So war das bei mir, so ist das jetzt vielleicht auch bei Timo. Natürlich muss man aber auch sagen, dass die Bundesliga dann auch noch mal ein anderes Niveau hat“, erklärt Schäfer.
Titelchancen in der MLS?
Führt diese Energie Werner am Ende sogar zum Titel in der MLS? Schäfer dazu: „Die Saison ist noch jung, Prognosen sind da schwierig. Durch das Playoff-System ist aber für viele Teams sehr viel möglich. Wir drücken Timo einfach die Daumen, dass er weiterhin einen guten Start hat, auch privat in den USA ankommt und die Zeit dort einfach genießen kann.“
Die Kombination aus kontinuierlichem Training auf hohem Niveau bei RB Leipzig und der mentalen Frische durch den Wechsel in ein neues Umfeld scheint somit der Schlüssel zu Werners erfolgreichem Start in der MLS zu sein. Ob dies langfristig zu Titelerfolgen führt, bleibt abzuwarten, doch die ersten Anzeichen sind vielversprechend.



