Bulle oder Biene: Wer löst Thiounes Sturm-Problem bei Werder Bremen?
Wer löst Thiounes Sturm-Problem bei Werder Bremen?

Bulle oder Biene: Wer löst Thiounes Sturm-Problem bei Werder Bremen?

Trainer Daniel Thioune (51) steht vor einer äußerst schwierigen Frage, die über den weiteren Saisonverlauf des SV Werder Bremen entscheiden könnte. Ist Marco Grüll (27) die lang gesuchte Antwort für die Problem-Position im Sturmzentrum?

Verletzungspech trifft Werder hart

Mehr als zwei Drittel der Saison sind bereits gespielt, doch der Platz in Werders Sturm-Mitte bleibt die absolute Schwachstelle. Zwar hatte Stuttgart-Leihgabe Jovan Milosevic (20) mit Toren gegen Frankfurt, St. Pauli und Heidenheim vorübergehend die Not gelindert, doch nun ist der serbische Angreifer verletzt. Er fehlte bereits beim 4:1 gegen Union Berlin und droht wegen hartnäckiger Rückenprobleme auch im Abstiegs-Krimi gegen Mainz 05 am Sonntag auszufallen.

Milosevic hatte sich gegen Heidenheim (2:0) nach einem Luft-Duell unglücklich auf den Rücken geplumpst. Werder-Manager Clemens Fritz äußerte sich gegenüber BILD zurückhaltend: „Wir müssen die Situation annehmen. Ich will einen Einsatz von Jovan noch nicht komplett ausschließen.“ Allerdings erscheint ein Einsatz des jungen Stürmers bereits als unwahrscheinlich, da er auch im Training am Donnerstag komplett fehlte.

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Die Alternativen im Fokus

Weil Flop-Leihe Victor Boniface aufgrund eines Knorpelschadens kein Spiel mehr absolvieren wird, wäre Mittelstürmer Keke Topp (21) eigentlich der logische Kandidat für die Sturmspitze. Doch beim Startelf-Einsatz in Berlin war der Ex-Schalker der schwächste Bremer und holte sich durch sein völlig ungestümes Verhalten beinahe die Ampelkarte.

Trainer Daniel Thioune nahm den Sturm-Bullen zur Halbzeit vom Feld und stellte stattdessen Arbeitsbiene Marco Grüll (27) ins Zentrum. Und diese Entscheidung zahlte sich aus! Der Österreicher sammelte mit seinem dritten Saisontor ein wichtiges Erfolgserlebnis und lieferte damit ein starkes Argument für einen weiteren Einsatz im Zentrum.

Allerdings steht Grüll weiterhin ebenso wenig für überzeugende Abschlussstärke wie Justin Njinmah (25), der von seinem Tempo lebt und auf den Außenpositionen am besten funktioniert.

Sorgen auch im defensiven Mittelfeld

Neben dem Sturm-Problem gibt es auch im defensiven Mittelfeld Grund zur Besorgnis. Stamm-Sechser Senne Lynen konnte auch am Donnerstag noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Immerhin absolvierten 10-Millionen-Transfer Samuel Mbangula und Außenverteidiger Felix Agu (Adduktorenprobleme) am Donnerstag Teile des Mannschaftstrainings. Die Hoffnung auf eine Kader-Rückkehr im Abstiegskrimi gegen Mainz 05 bleibt damit zumindest bestehen.

Die Entscheidung zwischen dem bulligen Keke Topp und der arbeitsamen Biene Marco Grüll wird für Trainer Thioune zur Gretchenfrage in der entscheidenden Phase der Saison. Während Topp mit physischer Präsenz punktet, überzeugt Grüll durch Bewegungsarbeit und Torriecher. Welcher Spieler letztlich das Sturm-Problem bei Werder Bremen lösen kann, wird sich in den kommenden Spielen zeigen müssen.

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