Werder Bremens Abstiegsangst wächst nach 0:2-Heimpleite gegen Mainz
Werder Bremen: Abstiegsangst nach 0:2-Heimpleite gegen Mainz

Werder Bremens Abstiegsangst wächst nach enttäuschender Heimpleite

Ein herber Dämpfer für Werder Bremen! Die Bremer haben das wichtige Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 mit 0:2 vergeigt und damit im erbitterten Kampf um den Klassenerhalt wertvolle Punkte liegen lassen. Trotz zweier Siege zuletzt gegen Heidenheim und Union Berlin zeigten die Hausherren einen schwachen und wenig überzeugenden Auftritt.

Offensive Schwächen kehren zurück

Besonders erschreckend: Vor allem offensiv offenbarten die Bremer wieder eklatante Schwächen – und das trotz des ermutigenden 4:1-Erfolgs am letzten Spieltag gegen Union Berlin. Vieles erinnerte an die beunruhigenden Leistungen der Horror-Monate zuvor, in denen Werder Bremen dreizehn Spiele in Folge sieglos blieb. Durch diese Niederlage hat sich die Situation im Abstiegskampf erheblich verschärft, die Bremer sind auf den gefährlichen 15. Tabellenplatz abgerutscht.

„Wir haben wenig aufs Tor gebracht. Das letzte Drittel ist unser Problem. Ich wähnte uns da etwas weiter nach letzter Woche bei Union Berlin. Es lag nicht an einzelnen Personen, wir waren heute als Mannschaft nicht gut genug“, analysierte Werder-Trainer Daniel Thioune (51) nach dem Spiel. Seine Einschätzung wurde von den Spielern geteilt. „Uns hat in beiden Strafräumen die Schärfe gefehlt. Da war Mainz besser und effektiver“, betonte Linksverteidiger Olivier Deman (25).

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Personelle Veränderungen ohne Wirkung

Weil es offensiv einfach nicht laufen wollte, nahm Thioune den schwachen Keke Topp (21) bereits zur Halbzeit vom Platz. Doch auch die Hereinnahme von Justin Njinmah (25) zeigte keine Wirkung. Der Flügelstürmer agierte in seinen Aktionen wieder zu überhastet und wartet nun seit neun Spielen auf einen Treffer. Marco Grüll (27) erlebte einen rabenschwarzen Tag – der Österreicher blieb nicht nur offensiv blass, sondern patzte vor beiden Gegentoren entscheidend.

Selbst Debütant Salim Musah (20) konnte bei seiner Bundesliga-Premiere nichts ausrichten. Was Werder Bremen fehlte, demonstrierte Mainz eindrucksvoll: Die Gäste hatten insgesamt nur drei Chancen, machten daraus aber zwei Tore. Beide Treffer waren aus Bremer Sicht vermeidbar.

Frustration bei Kapitän und Trainer

Werder-Kapitän Marco Friedl (27) zeigte sich bei „DAZN“ sichtlich frustriert: „Mainz hat uns komplett den Schneid abgekauft. Wenn du im Abstiegskampf hängst und so ein unfassbar wichtiges Spiel hast, darfst du nicht in der ersten und zweiten Hälfte nach fünf Minuten so ein billiges Tor fressen.“

Auch Trainer Thioune kritisierte die Leistung seiner Schlüsselspieler: „Wir waren teilweise kopflos, spielen die Bälle ohne Druck ins Aus. Trotzdem verlange ich von Spielern wie Marco Grüll oder Justin Njinmah, dass sie aus den Abschlüssen, die sie hatten, das Tor treffen.“

Druck vor Wolfsburg-Spiel steigt

Gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag (15.30 Uhr, Sky) muss nun dringend eine deutliche Leistungssteigerung her. Ansonsten herrscht an der Weser endgültig wieder Krisenstimmung. Die Bremer stehen unter enormem Druck, wollen die negative Serie nicht fortsetzen und den gefährlichen Absturz in die Abstiegsränge stoppen.

Die enttäuschende Leistung gegen Mainz hat gezeigt, dass die zuletzt gewonnene Stabilität brüchig bleibt. Werder Bremen muss dringend seine offensiven Probleme lösen und mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor entwickeln, um den angestrebten Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

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