Werder Bremens Boss Filbry verteidigt Sportchef Fritz trotz anhaltender Kritik
In Bremen wächst die Sorge vor einem erneuten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Vor diesem Hintergrund hat Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Werder Bremen, dem in die Kritik geratenen Profifußball-Geschäftsführer Clemens Fritz erneut öffentlich den Rücken gestärkt. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung betonte der 59-Jährige seine Unterstützung für den Sportchef.
Filbry lobt Fritz als „richtigen Mann an der richtigen Position“
„Er ist meiner Meinung nach der richtige Mann an der richtigen Position, der die richtigen Schlüsse aus den Fehlern gezogen hat“, erklärte Filbry. Der Werder-Boss führte weiter aus: „Ich halte sehr viel von ihm, wir arbeiten sehr eng und gut zusammen. Er hat Fehler offen eingeräumt, Lösungsvorschläge präsentiert und viel reflektiert.“ Diese klaren Worte sollen offenbar interne und externe Zweifel an der Führungsrolle von Fritz zerstreuen.
Kritik an Transfers und gescheiterte Fan-Petition
Die Bremer, die am Samstag um 15:30 Uhr Champions-League-Kandidat RB Leipzig in der Bundesliga empfangen, kämpfen aktuell um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse. Einige bislang nicht erfolgreiche Transfers werden Fritz angelastet, darunter die Leihe von Victor Boniface von Bayer Leverkusen. Diese Entscheidungen haben bei Teilen der Fans für Unmut gesorgt.
Vor einigen Monaten hatten Anhänger eine digitale Petition gestartet, die eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Bewertung der Amtsführung von Fritz zum Ziel hatte. Allerdings erfüllte diese Petition nicht die satzungsgemäßen Bedingungen. Der Club teilte mit, dass die überwiegend anonymisierte Online-Unterschriftensammlung das offizielle Verfahren nicht ersetze und keine Grundlage für eine Einberufung bilde. Damit blieb die Initiative erfolglos.
Zusammenarbeit und Zukunftsperspektiven
Filbry betonte die enge und gute Zusammenarbeit mit Fritz, was auf eine stabile Führungsstruktur innerhalb des Vereins hindeutet. Trotz der sportlichen Herausforderungen und der öffentlichen Diskussionen scheint die Vereinsführung hinter ihrem Sportchef zu stehen. Die kommenden Spiele, insbesondere das Duell mit RB Leipzig, werden zeigen, ob diese Unterstützung Früchte trägt und Werder Bremen den angestrebten Klassenerhalt schafft.



